Am vergangenen Freitag machten nuebelstar und ich uns gemütlich gegen Viertel vor 9 (ach was liebe ich die Wintersaison aus diesem Grund) mit dem Zug aus Karlsruhe auf den Weg nach Rust. Völlig unbedarft ob der Dinge, die dort harren würden. Dass Schnee gemeldet war, wussten wir zwar, was uns erwarten sollte, deutete sich jedoch bereits in Form der ausgefallenen Schwarzwaldbahn an. Nach einer etwas ungemütlichen Fahrt im gut gefüllten, etwas in die Jahre gekommenen Ersatzzug Marke „Tür-von-Hand-zu-öffnen“ und einer äußerst hektischen, Verspätung geschuldeten Umsteigeaktion in Offenburg kamen wir gegen Viertel vor 11 bei idyllischem Geriesel an unserem Wochenenddomizil, dem Colosseo, an.
Flucks eingecheckt, Koffer in die Abstellkammer geworfen und los in den Park. Kaum aus dem Hotel draußen *Freude* dichter Schneefall.

Wir liefen dann aufs gerate Wohl los und erfreuten uns an der nahezu unberührten schneeweißen Pracht. Alles war wirklich wie leergefegt. Das lässt das Fan-Herz schon mal etwas höher schlagen.
Im Holländischen Stadtteil blieben wir erstmal bei einer kleinen Fußball-Fachsimpelei mit einem völligstens zu Tode gelangweilten Mitarbeiter am Mini-Autoscooter hängen, bevor uns der ausgestorbene Wartebereich der Euro-Mir lockte. Wir hatten unseren Privatzug. Ich glaube, so etwas ist mir noch nie passiert im EP. Erste Feststellung aus luftiger Höhe: Auf dem Mitarbeiter- standen wesentlich mehr Autos als auf dem Besucherparkplatz.

Leise rieselt der Schnee. Alles friedlich und still. Nur zwei Volltrottel kreischen wie irre auf Euro-MIR rum.

Das hatte schon was, auch wenns gewaltig kalt war. Im Anschluss hätten wir auf Matterhornblitz auch eine Extrarunde haben können. Wollten wir aber nicht. Zum „Aufwärmen“ fuhren wir eine Runde Sat, wo wir mit Abstand die längste Wartezeit des Tages hatten: ca. 8 Minuten, obwohl wir nur 2 Züge warten mussten.

Noch eine Runde mit der Monorail gedreht, dabei endgültig halb erfroren und schon ging es zum gemütlichen Mittagessen ins Foodloop. Muss man schließlich ausnutzen, wenn man sich dafür nicht die Beine in den Bauch stehen muss.

Und wir hatten erstmals sogar den Looping-Tisch auf der oberen Etage erwischt.
Nachdem wir uns ordentlich Zeit gelassen hatten, war auch schon „Showtime“ angesagt. Das Globe riss uns zwar nicht gerade zu übermäßigen Begeisterungsstürmen hin, die Show macht aber dennoch Spaß und ist sehr stimmungsvoll, abgesehen davon erfreulicherweise keine reine Aneinanderreihung ausgelutschter Weihnachtssongs. Die meisten Lieder waren uns sogar gänzlich unbekannt.
Kleiner Zwischenstopp im Hotel, um das Zimmer zu beziehen. Dort hielt es uns aber nicht lange, immerhin broch auch schon langsam die Dämmerung an und dann wird es ja erst richtig spannend im Park. Der Rest des Tages verging wie im Flug, der Park füllte sich zusehends etwas an. Nicht, dass viel los gewesen wäre… So verbrachten wir die Zeit mit einigen kleineren Rides, verliebten uns ganz neu in Volo da Vinci. Einfach ein Traum, über die verschneite Elfenfahrt zu schweben.
Danach genehmigten wir uns noch eine Schoki und eine „Flüssige Schwarzwälderkirschtorte“ (kirschwasserbeschwipste Schoki) im Café Benedetto, bevor wir unsere Zimmermitbewohner Spyder1983 nebst Gattin pünktlich auf die Minute am Hoteleingang in Empfang nahmen. Die Armen hatten wetterbedingt eine vierstündige Anfahrt mit teilweise 60km/h auf der Autobahn hinter sich, sodass wir nur noch auf dem Weihnachtsmarkt mit einem Glühwein auf das Wochenende anstießen und etwas zu Abend futterten und uns danach in den Wellnessbereich zurückzogen – die einen zum Aufwärmen, die anderen zum Entspannen. Den Abend ließen wir dann tiefenentspannt im Bell Rock bei Cocktails, Piano- und Violinenklängen ausklingen.
In den neuen Morgen starteten wir nach einer wie immer viel zu kurzen Nacht – die einen etwas früher, die anderen etwas später

– mit einem ausgedehnten, gemütlichen Frühstück. Ein weiterer Vorteil der Wintersaison. Leider war über Nacht der erwartete Schneesegen ausgeblieben, im Gegenteil hatte bereits wieder Tauwetter eingesetzt.

Kurz nach 11 machten wir uns dann auf zum Globe, um den erwarteten Rest – Orici – für das Mini-Boardtreffen einzusammeln. Überraschenderweise gesellte sich eine weitere Boarderin, Steffi, hinzu, sodass wir uns schließlich zu sechst ins Getümmel stürzten. Blöderweiße hatte niemand beachtet, dass ein Aktionstag war, sodass es verhältnismäßig „voll“ war – jedenfalls im Vergleich zum Vortag. Wir machten trotzdem das Beste daraus und hatten viel Spaß. Auch war es inzwischen empfindlich kalt geworden, sodass wir uns zum Kaffee vorübergehend ins Resort verabschiedet haben, um die Pralinen in der St. Louis Bar zu probieren. Zurück im Park wagten wir uns direkt aufs Riesenrad. Der Tag ging viel zu schnell vorbei und trotz dass wir eine kleine Truppe waren, wurde es nie langweilig. Nachdem wir uns die Abendparade angesehen und die letzte Fahrt des Tages auf dem Eurotower mitgenommen hatten, fuhren wir mit dem EPE auch schon wieder Richtung Hotels und näherten uns dem absoluten Highlight des Wochenendes: dem Buffet des Bell Rock. 2 Stunden später und gefühlt 5kg schwerer rollten wir uns zum Auto, setzten Orici in Ringsheim am Bahnhof ab, bevor das Spyder-Taxi mal wieder freundlicherweise über Karlsruhe düste.
Wir bedanken uns herzlich bei den Teilnehmern des Boardtreffens für den schönen Tag und hoffen auf eine baldige Wiederholung, gerne auch wieder mit etwas mehr Beteiligung! :hoff:
Und die versprochenen Bilder gibts im Anschluss jetzt gleich von nuebelstar!
