Meine Pläne waren, alle Großattraktionen (die großen Achterbahnen, Voletarium, ...) zu besuchen. Desweiteren sollten sie Neuheiten 2020 ausprobiert werden, soweit es sich anbietet. Einige schöne Fotos sollten auch zwischendurch gemacht werden.
Ursprünglich wollte ich mit dem Flixbus anreisen, dies wurde jedoch nichts, da meine Fahrt am Vorabend storniert wurde (entgegen der Hotline-Aussage am Anfang der Woche). Also bin ich mit der Bahn angereist, welches den Vorteil hatte, dass ich zur Parköffnung da bin und auch noch nach Parkschluss ein wenig Zeit habe, bevor es wieder zurück geht.
Aber legen wir los. Die Zugfahrt startete um 5:30 Uhr in Saarbrücken und verlief ohne Probleme, der Schaffner wünschte mir sogar noch viel Spaß, nachdem er mein Reiseziel auf dem Ticket sah.
Die Sicherheitskontrolle am Eingang ging trotz des hohen Andrangs gewohnt schnell, das Clubkartenticket hat auch problemlos funktioniert.
Kaum war ich im Park drin, startete ich den Distance Radar und machte die Virtual Line bereit. Da diese jedoch relativ schnell ausgelastet war, machte ich mich erstmal auf den Weg zu Arthur, England war zu diesem Zeitpunkt noch komplett leer.

Arthur war anscheinend noch nicht ganz aufgewacht, die Video-Screens in der ersten Szene waren alle noch ausgeschaltet. Nachdem ich die Bahn verlassen hatte, hab ich noch schnell die Poppy Towers mitgenommen, da es dort keine Wartezeit gab. Währenddessen ist Arthur einmal komplett leer gelaufen, vermutlich um zu desinfizieren.
Da meldete sich der Distance Radar - Zeit fürs Gewinnspiel. Und siehe da, direkt ein VIP-Pass, was für ein Zufall!
Nun ging es zur Blue Fire. Der neue Dome ist wirklich super geworden, der gezeigte Film ist lehrreich, und ich habe nicht wirklich den Eindruck gehabt, dass es ein Werbefilm ist. Der Pipeline-Brunnen vor der Halle sieht auch super aus.
Im Bahnhof wurde ich direkt in Reihe 1 zugeteilt, solch ein Glück muss man mal haben bei der ersten Fahrt der Saison. Allgemein hab ich den Eindruck, dass die Single Rider immer auf die vorderen Plätze verteilt wurde, nur einmal war ich in Reihe 9, da dort der einzige freie Platz war. Nun musste ich aber den VIP-Pass loswerden.
Somit wollte ich mir die Wartezeit bei der Eurosat sparen, doch dort begannen bereits die Probleme, welche die anderen Nutzer hier schon ausführlich beschrieben haben:
Der Mitarbeiter scannte den VIP-Pass ein, aber bekam eine Fehlermeldung. Er meinte, dieser Pass wäre von gestern. Er ließ mich trotzdem anstandslos in die umfunktionierte Single Rider-Line, anscheinend hat er dieses Problem nicht das erste Mal erlebt. Daraufhin musste ich den Distance Radar neu installieren, da der abgelaufene Gewinn nicht mehr verschwunden ist. Somit konnte ich an keinen weiteren Gewinnspielen mehr teilnehmen. Nach der Neuinstallation habe ich zwar den ganzen Tag nichts mehr gewonnen, aber die App ist eine schöne Sache.
Nach der Blue Fire lief ich wieder durch den Märchenwald, als plötzlich ein Wolkenbruch drohte, also suchte ich schnell Zuflucht im EP-Express bei Spanien. Glücklicherweise kam es hierzu nicht, weshalb ich alle kleinen Attraktionen im italienischen Themenbereich abgraste, bevor es dann zum Voletarium ging.
Da ich nicht länger als 5 Minuten warten musste und die Preshow ausfiel, bin ich gleich zweimal gefahren. Dies würde ich mit Preshow wohl nicht hinbekommen. Versteht mich nicht falsch, Professor Nikolajew und Jessica sind sehr sympathisch, aber wenn man ihre Texte 1:1 mitsprechen kann, ist es einfach nur noch langweilig.
Eine kleine Mittagspause im Schlossgarten war auch noch drin. Schon erschreckend, wie ruhig es direkt neben der Haupteingang ist, fernab der großen Attraktionen.
Also zurück Richtung Blue Fire über das Abenteuerland.

Davor habe ich noch zweimal die Euro-Mir mitgenommen, da die Wartezeit maximal 10 Minuten betrug.
An der Blue Fire machte ich dann auch das erste negative Erlebnis mit den Abständen mit einer Besucherin hinter mir. Als ich sie darauf ansprach, sie solle mir mal nicht so auf die Pelle rücken, reagierte sie erst garnicht. Nachdem ich sie auf den Mindestabstand hinwies, meinte sie, dass ich weiter vorgehen sollte, damit mehr Abstand ist. Daraufhin erwiderte ich, dass ich dann nicht den Abstand zu der Person vor mir einhalten würde. Bevor sie noch etwas sagen konnte, musste ich noch einen Konter nachlegen. Für den Fall, dass sie nicht 1,50 Meter einschätzen könnte, habe der Park für die ganz doofen auch Hilfslinien auf dem Boden eingezeichnet. Daraufhin gab sie kleinlaut zu, dass ich ja im Recht bin und ich hatte meine Ruhe (und vor allem meinen Abstand). Von daher nochmal meine Motivation an alle, solche Probleme ruhig anzusprechen, das Parkpersonal steht in solchen Fällen auch hinter euch.
Als nächstes gab es eine kleine Monrail-Tour. Am Luxemburger Platz gab es dann einen ewigen Rückstau, da die Wägen alle gründlich desinfiziert wurden. Nach 20 (!!!) Minuten konnte ich dann endlich aussteigen, es wurde wirklich gründlich desinfiziert.

Als nächstes stand dann Snorri Touren auf dem Programm, da die Wartezeiten dort in den letzten Wochen enorm gesunken sind. Ich muss sagen, seit dem Pre-Opening hat sich wirklich was getan. An der Eingangstreppe sind mir die gelben Markierungen für die Stufen aufgefallen, eine sehr gute Neuerung. Der Video-Dome ist durch die bewegende Plattform viel besser geworden, die Unschärfe verschwimmt so etwas. Da ich alleine in der Bahn war, hab ich mal ein paar Schnappschüsse gemacht.

Auf zum Silver Star. Hier musste gegen 16:40 kurz die Warteschlange geschlossen werden, da plötzlich hinter dem Eingangsportal mit dem Testsitz ein Mülleimer brannte, anscheinend durch eine Zigarette ausgelöst. Das Personal reagierte aber sofort, sodass nichts schlimmeres passierte. Bei meiner nächsten Fahrt war der Mülleimer dann auch schon verschwunden.
Und nun kommen wir zu dem negativsten Erlebnis des Besuches. Die Parkgäste aus der Unterschicht, welche anscheinend im Silver Star wohnen.
Versteht mich nicht falsch, mit Unterschicht möchte ich nicht auf das Finanzielle anspielen, viel mehr auf die Bildung. Maskenpflicht und Abstände kannten dort nur ca. 50% aller Besucher, den restlichen 50% konnte man es bereits aus zehn Metern Entfernung ansehen (und riechen konnte man sie da auch schon). Da kann man nur hoffen, dass irgendwann die natürliche Selektion greift.
Aber gut, es war nun schon früher Abend, und eigenartigerweise hatten die Wasserattraktionen sehr niedrige Wartezeiten, trotz sehr hoher Temperaturen. Also auf zu Poseidon, war eine sehr lustige Fahrt. Leider haben meine Mitfahrer und ich das Boot komplett falsch besetzt, so saßen in Reihe 1 und 4 jeweils die schweren Personen rechts. In Reihe zwei saß links niemand, ich in Reihe 3 war auch alleine auf der rechten Seite. Also war das Boot in solch einer Schieflage, dass wir alle uns schon auf ein Kentern im Kanal vorbereiteten. Die Abfahrt war aufgrund der Schieflage nur für die letzte Reihe richtig schlimm, ich zitiere: "Ich kann aus meiner Maske trinken!"
Nachdem Poseidon überstanden war, konnte man sich plötzlich für die Virtual Line von Wodan registrieren, auf 18:40. Das habe ich natürlich mitgenommen, da Wodan die einzige Bahn war, welche ich noch nicht fahren konnte. Nur dort betrugen die Wartezeiten ganztägig um die 40 Minuten.
Eigentlich wollte ich noch zu Atlantica, da die Wartezeiten dort jedoch plötzlich 25 Minuten betrugen, bin ich lieber nochmals schnell zu Arthur, die 30 Minuten Wartezeit haben super gepasst. Danach ging es direkt rein zu Wodan, die Virtual Line hat problemlos funktioniert. Zum Abschluss ging es dann nochmals zur Blue Fire, wo der Anstehbereich plötzlich wie leergefegt war, obwohl nur die kürzeste Schlange offen war.

Nach diesem schönen Abschluss ging es über den Schlossgarten Richtung Ausgang und zur Bushaltestelle. Auf dem Weg dorthin kam plötzlich eine eMail rein. Von der deutschen Bahn. Na toll.
Ein Zug habe Verspätung, wenn ich den verpassen würde, wäre ich erst um 7:00 Uhr morgens in Saarbrücken, also in 12 Stunden. Der normale Fahrplan mit dem Plan, um 1:00 wieder zurück zu sein, war stramm genug, immerhin war es ein 22 Stunden-Tag. Glücklicherweise hab ich den ICE in Offenburg gerade noch so bekommen.
Ich bin dank Flixbus schonmal in Rust gestandet, das war schlimm genug, das will ich nicht nochmals erleben (2 Stunden nachts alleine an einsamen Bahnhöfen ist nicht so toll, wenn man total übermüdet ist).
Die nächste Fahrt findet wohl mit einem lokalen Busreisenveranstalter statt, die sind billiger, der Fahrkomfort ist perfekt, und man fährt direkt zum Park auf den Parkplatz. Somit ist man den ganzen Tag dort und kann sich abends einfach in den Bus setzen, wenn man genug hat.
So, das war mein erster richtiger Tagesbericht. Im Nachhinein ist mie aufgefallen, dass ich weder viele gute Bilder gemacht habe (die im Beitrag gezeigten sind von der Reihenfolge her vertauscht), noch in einem Restaurant war. Aber das kann man ja beim nächsten Besuch nachholen.

Ich hoffe, euch hat der Bericht gefallen. Danke fürs lesen natürlich, gerne Kritik und Anregungen.