Airtime in mehrfacher Hinsicht - Phanatasialand-Urlaub im Mai 2017

Hier könnt ihr eure Erlebnisse aus anderen Parks vorstellen!
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Beitrag Airtime in mehrfacher Hinsicht - Phanatasialand-Urlaub im Mai 2017 »

Airtime in mehrfacher Hinsicht: Phantasialand-Urlaub inklusive Hin- und Rückflug:


Achtung! Ich stehe mit dem Bilder-Upload wieder auf Kriegsfuß. Mehr Bilder gehen offenbar nicht, einige sind durcheinander und mehrfach vorhanden ... Schade, aber wer möchte, kann sich auf meinem Facebook-Profil die restlichen Bilder angucken.

Endlich war es wieder soweit: Ein Urlaub im Phantasialand, einem meiner liebsten Freizeitparks, inklusive dem Hotel Matamba. Das Phantasialand in Brühl, in der Nähe von Köln, gehört zu den Themenparks, die meine Faszination zu Achterbahnen und Freizeitparks geweckt haben, zumal mit Colorado Adventure dort meine absolute Traumattraktion steht, welche für mich mit großem Abstand die Nummer 1 ist. Gleichzeitig auch ein Park, der wie kein zweiter sein Gesicht ständig wandelt, eine Operation nach der anderen, die dem Park aber sichtlich natürlicher und „echter“ macht – dennoch nicht ohne Wermutstropfen. Doch dazu später mehr.

Vorsicht! Der Bericht enthält Spoiler! Ich habe versucht, nicht zu viel zu schreiben, aber es sind trotzdem massig Spoiler vorhanden! Wer sich überraschen lassen möchte, sollte besser nicht weiter lesen!


Vorgeschichte:

Nachdem ich die letzten beiden Male das Phantasialand während des Wintertraumes besucht habe, wollte ich diesmal auf alle Fälle wieder während der warmen Jahreszeit ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, zumal ich sowieso der „Sommermensch“ bin, dem es während des Urlaubes nicht heiß genug sein kann. :D Aufgrund meiner derzeitigen beruflichen Situation hatte ich aber geplant, frühestens im September das Phantasialand zu besuchen. Den Stein des Anstoßes brachte schließlich meine Mutter zum Rollen. Sie -erst kürzlich von einem Afrika-Urlaub zurück – wollte schon immer das Hotel Matamba besuchen und nun natürlich erst recht. Während ich bereits beide Hotels öfters erleben konnte, hat es mit einem gemeinsamen Urlaub nie geklappt. Mal fuhr ich mit Freunden, mal mit meiner Schwester gemeinsam – kurz um mit meiner Mutter hat ein Urlaub nie geklappt. Schließlich aber machte sie den Vorschlag, die Zeit der bayerischen Pfingstferien für einen Phantasialand-Urlaub zu nutzen. Ich musste da natürlich nicht lange überlegen. Verfügbarkeit des Hotel Matamba geprüft, Urlaub beantragt und nach passenden Flügen gesucht und schließlich konnte es am 22. Mai endlich heißen: „Welcome on board!“



Hinflug LH 1984:


Wer mich kennt, weiß, dass neben Dinosauriern und Achterbahnen und Freizeitparks (und alles was dazu gehört) Verkehrsflugzeuge eines meiner großen Leidenschaften ist. Daher habe ich mich besonders gefreut, dass es nun zum ersten Mal via Flugzeug ins Phantasialand ging.
Das Auto war uns für die gut 650 Kilometer dann zu stressig, zumal die Strecke auch nicht die schönste ist (obwohl man auch an Geiselwind vorbei fährt), dann noch das Tanken – ach was soll ich groß sagen, ans Fliegen kommt für mich sowieso kein anderes Reisemittel heran.

So machten wir uns am Montag in aller Frühe (gegen 4 Uhr klingelte der Wecker) auf den Weg nach Freising zu unserem Parkservice, der uns schließlich nach einiger Wartezeit – weil wir den vorherigen Shuttle knapp verpassten – zum Flughafen München brachte. Der Flughafen München ist einfach wunderschön, sauber und modern und das Terminal 2, welches von der Lufthansa und ihrer Star Alliance Partner genutzt setzt da fast noch einen drauf, wobei auch Terminal 1 sehr schön gestaltet ist. Ich bin mal auf die Erneuerung des ersten Terminals gespannt. Es ist halt etwas kleiner und daher schneller voll und nicht ganz so modern, wie Terminal 2.

Nach der Sicherheitskontrolle und einer angenehmen Wartezeit am Gate, bestiegen wir schließlich unseren Airbus A320-200, der uns schnell und komfortabel nach Bonn – Köln/Bonn brachte.

Soweit ich weiß ist der Airbus A320 bei Lufthansa mit 168 Sitzen (maximal möglich: 180 Sitze) ausgestattet. Diese waren auch alle besetzt, weshalb es etwas schwierig war, das Handgepäck unterzubringen. Aber da ich jetzt nicht der größte oder kräftigste bin, ging alles ganz sauber. :)

Dann ging es los! Die CFM 56-5 Triebwerke heulten auf, die Landeklappen wurden für den Start etwas ausgefahren und los ging es gemütlich zur Runway. Take off! Die Triebwerke auf vollen Schub und ich war endgültig in meinem Element. Zügig stieg die A320 in den Himmel, beschleunigte und erreichte zügig die Reiseflughöhe. Leider waren die Bildschirme nicht ausgefahren, daher weiß ich nicht, wie hoch und schnell wir genau waren. Jedenfalls ging es sehr zügig nach Köln/Bonn, wo wir nach gut 35 Minuten landeten.

Hach, ich liebe die Aussicht auf die Tragflächen mit den Lande- Und Bremsklappen. <3 Das Dröhnen des Umkehrschubs verstummte und wir waren am Ziel – halt noch nicht ganz.

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Der Dateianhang Hinflug5.jpg existiert nicht mehr.

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Weg zum Phantasialand:


Alles in allem war dieser Kurzstreckenflug mit Lufthansa wieder ein tolles Erlebnis. Vor allem bekommt man hier noch kostenlos ein Getränk und immerhin einen kleinen Snack. Der Sitzabstand hat auch gepasst – alles prima.

Wie sind Eure Erfahrungen mit Lufthansa auf der Kurz-/ Mittel- oder Langstrecke? Schreibt es gerne in die Kommentare! :D



Am Flughafen Köln/Bonn angekommen hieß es erstmal, sich kurz zu orientieren, da dieser Flughafen für uns beide noch unbekannt war. Dann erstmal einen Taxistand gesucht, nachdem unser Versuch, eines im Voraus übers Internet zu buchen misslang. Naja, also hieß es sich in die gut gefüllte Schlange zu stellen, wo ich mal wieder feststellen musste, dass ich auch weiterhin gut daran tue, meine Englisch-Kenntnisse weiter zu verbessern und auf ein Taxi zu warten. Wahnsinn, wie effektiv hier abgefertigt wurde. Wir hatten mit unserem Fahrer Glück, da er uns schnell und zügig zum Hotel Matamba brachte und uns auch seine Nummer für die Rückfahrt anbot.

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Willkommen in Afrika!


Ach, das Hotel Matamba! Es ist einfach fantastisch, wenn man durch das Tor hindurch schreitet und die warme Atmosphäre der Hottellobby regelrecht aufsaugt. Toll! Meine Mutter war auch total begeistert. Das Hotel Matamba sieht so aus, als würde es wirklich mitten im Dschungel stehen. Von außen etwas karg – gerade im Vergleich zum chinesischen Hotel Ling Bao – aber von Innen dafür umso bombastischer. Ich kann es garnicht richtig beschreiben. Ich hoffe, auf meinen Bildern kann man es erkennen, aber am besten wäre es, ihr probiert es gleich selber aus!

Das Einchecken verlief problemlos. Wir konnten die Taschen und Koffer deponieren, das Zimmer aber natürlich noch nicht beziehen – das wussten wir aber, schließlich ist das schon immer so gewesen und auch z.B. im Europa Park so, dass die Zimmer erst gegen 15:30 Uhr bezogen werden können. Aber kein Problem. So stürzten wir uns also ins Vergnügen!




Der Charme von Brühls Straßen:

Mir fällt es schwer, zu sagen, welches mein Lieblingshotel ist. Ob Phantasialand oder Europa-Park. Alle Hotels der beiden Parks, die ich bisher erleben durfte sind auf ihre Art und Weise prima und jedes Hotel hat seine eigenen Stärken und auch Punkte, die man verbessern könnte.

Das Hotel Matamba (zu dem ich später noch mehr schreibe) glänzt freilich mit der bombastischen Thematisierung, die auch in den Zimmern genial umgesetzt wurde. Ich würde sagen, das Hotel Matamba hat die am intensivsten thematisierten Zimmer meiner bisher besuchten Hotels. Leider hat das Hotel aber auch einen Schönheitsfehler. Es besitzt nämlich keinen Parkzugang. Für mich persönlich ist das durchaus ein Nachteil, denn während die Hotels wunderschön thematisiert sind – die Brühler Straßen sind es nicht. Und so heißt es, sich entweder zum optisch nicht mehr zeitgemäßen Eingang Berlin zu begeben oder zum benachbarten Hotel Ling Bao zu wandern, um den dortigen wunderschönen Eingang über den Hotel-Garten zu nutzen.

Der Weg zu einem der Eingänge unterbricht jedoch die aufgebaute Atmosphäre jäh. Es ist halt eine normale, öffentliche Straße und so muss man, will man vom Hotel zum Park oder umgekehrt, diesen Bruch der Atmosphäre leider hinnehmen. Im Garten des Hotel Matamba gibt es eine Holztür, die – wäre sie offen – durch den Looping der Black Mamba in den Park führen würde. Hier war wohl tatsächlich ein Eingang geplant,der aber leider nie verwirklicht wurde – schade.

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Darauf gleich die Frage: Wisst ihr, was es mit dem Weg durch den Looping wirklich auf sich hat?




Phantasialand vom 22.05.2017 - 24.05.2017:



Ich hoffe, ihr seht es mir nach, dass ich jetzt nicht den genauen Verlauf der drei Parktage wiedergeben kann – das schaffe ich nicht.^^ Ich möchte stattdessen diesen Bericht dazu nutzen, Euch den Park etwas vorzustellen und meine Meinung zu den Attraktionen vorzustellen. Wie immer gilt hier: Es ist meine persönliche Meinung und ich bitte diese auch entsprechend zu akzeptieren. Gerne könnt ihr aber auch Eure Meinung zum Phantasialand, den Attraktionen, den Shows und und und schreiben. Das ganze wird aber kein Parkguide, da ich auch nur die von mir besuchten Attraktionen und Shows beschreibe.

Das Phantasialand wurde 1967 eröffnet und zählt zu den größten Freizeitparks Europas. Nach dem Europa-Park ist es der zweitgrößte Park in Deutschland, gemessen an der Besucherzahl. Geht es nach der Fläche ist das Phantasialand eher klein, bietet auf dieser Fläche aber eine riesige Anzahl verschiedener Attraktionen. Die Folge: Viele Attraktionen wurden sehr verschachtelt und teils über- und untereinander gebaut, die Wege sind sehr kurz und Ruhezonen sind vergleichsweise wenig zu finden.

Bereits 1968 konnte das Phantasialand eine große Themenfahrt auf dem See anbieten, 1975 gab es die erste Achterbahn, die mit gut 1000 Metern Streckenlänge und 26 Metern Höhe schon beeindruckend groß war, ein Jahr zuvor eröffnete die erste Wildwasserbahn Deutschlands und 1988 ging es mit der größten Dunkelachterbahn in den Weltraum – all diese Attraktionen sind schon längst Vergangenheit (oder umthematisiert). Vergangenheit, aber unvergessen.

1996 folgte schließlich die Eröffnung der Achterbahn Colorado Adventure, meiner Lieblingsbahn. Ein wilder Mine Train, der durch die Schluchten der Colorado Mountains donnert und von Michael Jackson eingeweiht wurde.

Damit es jetzt aber nicht zu viel wird, mache ich nun einen Cut. Die Geschichte des Phantasialands ist aber sehr interessant und ich kann nur empfehlen, mal bei Google vorbeizuschauen und die Sammlung alter Fotos zu bestaunen, die in zahlreichen Foren gesammelt wurden.


Heute besteht das Phantasialand aus sechs Themenbereichen: Berlin, China Town, Deep in Africa, Fantasy, Mexico und Mystery. Jeder dieser Themenbereiche ist liebevoll und extrem detailiert gethemt und wartet mit bombastischen Attraktionen und Shows auf. Die größte Besonderheit des Phantasialands sind für mich die besonderen Attraktionen, die man so wohl kaum und in der Form wohl nirgends mehr findet.


China Town:


1981 und bereits mit der Chinesischen Kulturmedaille ausgezeichnet, entführt dieser Bereich ins alte China. Pagoden und Paläste, das Hotel Ling Bao, welches das größte chinesische Gebäude außerhalb Chinas ist und sogar die chinesische Unterwelt – eigentlich alles vertreten. Der Detailgrad der Gebäude ist immer wieder erstaunlich. Man müsste eigentlich mal die ganzen Drachen und Figuren zählen, die da an den Dächern Wänden, Türen angebracht sind – es sind unheimlich viele. Die Atmosphäre in diesem Bereich ist richtig entspannend.


China Town beherbergt neben dem Hotel Ling Bao, welches über einen Zugang vom restlichen Themenbereich abgeschnitten ist, auch eine Outdoor-Bühne für die China Akrobatikkünstler, welche eine beeindruckende Show darbieten, auch noch das Restaurantl Mandschu. Ein wunderschönes asiatisches Spezialitätenrestaurant, in der ich eine köstlich knusprig gebratene Ente schlemmen konnte. Unbedingt hineinsetzten, das Restaurant ist mehr als nur empfehlenswert..


Gigantische Majorattraktionen finden wir in China Town nicht, trotzdem ist die über 250 m lange Fahrt in der Geister Rikscha ein Muss, genauso wie die furchterregende Zeremonie des Dämonen Yanluowang im Feng Ju Palace.

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Geister Rikscha:

Die gemeinsam mit dem Themenbereich China Town eröffnete Geister Riksche ist die größte unterirdische Geisterfahrt Europas und sollte bei einem Besuch nicht ausgelassen werden. Schon der Anstehbereich ist schön gemacht, aber sehr dunkel. Hier lohnt es sich einmal etwas länger zu verweilen, um den Gehemnissen, des scheinbar leeren, dunklen Raumes auf die Spur zu kommen. Die Station mitten in einem kleinen, chinesischen Wäldchen ist sehr stimmungsvoll und gehört für mich zu den schönsten Stationen im Phantasialand. Eine unheimliche, leise Musikuntermalung, gruselige Stimmen und liebevolle Dekoration kennzeichnen den Einstiegsbereich.

Anschließend nehmen wir in einer der von der legendären Attraktionsschmiede Schwarzkopf gefertigen Rikschas für drei Personen, welche deutlich größer und bequemer als z.B. die Mack-Gondeln vom Geisterschloss sind und tauchen hinein in die Welt der Geister, Drachen, Dämonen und anderer Sagenfiguren. Diese wurden von der Firma Heimo zum Leben erweckt.

Zunächst möchte ich sagen, dass mir das Konzept der Geister Rikscha total gut gefällt. Eine unheimliche Fahrt, die aber ganz bewusst auf Jumpscares oder blutige Szenen verzichtet. Zurücklehnen und genießen ist das Motto. Sowohl das Konzept als auch die Szenen selbst gefallen mir deutlich besser, als z.B. das Geisterschloss des Europa-Park. Zumal die Rikschafahrt mit 8 Minuten auch deutlich länger ausfällt. Dafür aber haben die Ruster ein besseres Händchen, wenn es um die optische Pflege ihrer Figuren geht. Leider zucken viele der Brühler Geister mehr, als dass sie sich bewegen. Klar, Animatronics von 1981 sind nicht mehr die modernsten, aber wenn man sieht, wie sich die Figuren früher mal bewegten... Besonders traurig sind für mich die Anhalter. Früher haben die sich so vielseitig bewegt, dass eine Figur sich mal im eigenen Bart verheddert hat. Heute zuckt es nur halbherzig, ebenso bei den Ex-Krokodilen ein paar Szenen davor. Eine der Eulen ist dagegen so übermotiviert, dass man meinen könnte, sie falle jeden Moment auseinander, so schnell bewegt sie den Kopf hin und hier. Schade. Vor allem wenn man weiß, dass da mal mehr Bewegung drin war und die Figuren durchaus besser wären, als man anhand des Alters vermuten würde, ist der Zustand traurig.

Trotzdem bietet die Geister Rikscha immer noch eine lohnenswerte und lange Fahrt zum Entspannen, aber irgendwie spürt man, dass die Zeit für die Bahn doch irgendwie um ist. Dennoch hoffe ich, dass sie uns noch etwas erhalten bleibt und vielleicht doch noch die ein oder andere Figur überholt wird. Auch wäre es mal schön, vielleicht mal wieder ein paar neue Szenen oder Figuren einzubauen, so wie damals, mit der Schatzkammer.

Positiv:

- lange Fahrt mit liebevoll gestalteten Szenen
- zahlreiche Animatronics
- komfortables Fahrsystem
- wunderschöner Soundtrack
- toller Wartebereich (vor allem die Station)
- riesige Kapazität

negativ:

- optischer Zustand der Figuren (Bewegungen!)
- Beleuchtung teilweise zu hell (Illusion der Unterwelt wird zerstört)
- trotz vieler Details nutzt sich die Fahrt schnell ab

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Die Schatzkammer-Szene in der Geister Rikscha


Feng Ju Palace:


Das 2002 gebaute Mad House glänzt mit einer langen (aber leider undurchsichtigen) Pre-Show, vielen Details und vor allem einem fantastischen Soundtrack. Gerde die Musik während der Fahrt finde ich super. Die erzählte Geschichte um Prinz Akang, dessen großte Liebe Prinzessin Hsiautsai und dem bösen Yanluowang erschließt sich wohl aber nur jenen, die sich über die Attraktion informieren. Die Pre-Show ist – trotz toller Beleuchtung und spannender Musikuntermalung sehr langatmig. Man fragt sich, worum es nun eigentlich geht und was es mit dem Kampf, der sich vor einem abspielt auf sich hat und wie die vier Animatronics (Prinz Akangs göttliche Diener) auf sich in die Geschichte passen...

Ganz hundertprozentig erschließt sich mir das ganze immer noch nicht, aber wenn sich dann die Türen zum Hauptraum öffnen und Yanluowang uns mehr oder weniger freundlich begrüßt, ist das schnell vergessen. Die Fahrt selber bietet das üblich Hin- und Herschaukeln, wo vor allem der Anfang immer wieder amüssant ist, wenn sich Trommel und Schaukel synchron bewegen und man in die verwirrten Gesichter guckt. Nichts spektakuläres, aber in Verbindung mit der tollen Musik, ist es eine sehr spaßige Angelegenheit. Diesmal ist mir allerdings aufgefallen, dass die Musik schneller zuende war, als die Trommel und so der Soundtrack schon durch war, als die Schaukel sich noch ausrichtete... Aber das nur nebenbei. Ich kann die Fahrt mit dem Fang Ju Palace nur empfehlen. Für Zwischendurch eine nette und liebevoll gestaltete Attraktion. Der Pre Show sollte sich aber nochmals angenommen werden.

Positiv

- verzaubernder Soundtrack (vor allem während der Fahrt)
- wie üblich toll thematisiert ohne kahle Stellen


negativ:

- verwirrende Pre Show
- hölzerne Animatronics (die sich teilweise Bewegen, wenn das Licht schon aus ist...)
- etwas träge Fahrt

Der Dateianhang Hinflug5.jpg existiert nicht mehr.

Die Schatzkammer-Szene der Geister Rikscha.

Der Dateianhang Hinflug5.jpg existiert nicht mehr.




Mystery:

Schroffes Basaltfelsgestein, imposante Burganlagen, malerische Gassen, mitelalterliche Häuser und eine leicht unheimliche Stimmung kennzeichnen diesen Themenbereich, welcher erst seit 2016 mit der Erweiterung durch Klugheim zu einem vollwertigen Themenbereich geworden ist. Als 1998 das Mystery Castle eröffnete, konnte man nur schwerlich von einem eigenen Themenbereich reden. 2002 kam schließlich River Quest – eine atemberaubende Wasserattraktion dazu, aber erst mit Klugheim, den beiden neuen Achterbahnen Taron und Raik und Rutmors Taverne konnte sich Mystery endlich als kompletter Bereich mit Attraktionen und auch Gastronomie in die Schlange der genialen Phantasialand-Erlebniswelten einreihen.

Ich muss sagen, ich bin extrem beeindruckt, wie genial dem Phantasialand die Erschaffung Klugheims gelungen ist. Ich liebe Westernstädte und die Westernstadt Silver City war für mich immer ein Themenbereich meines Herzens. Allerdings muss man dazu sagen, dass Silver City nach dem Brand der beiden Achterbahnen 2001, dem Verschwinden der Westernkirche und anderer Gebäude, längst nicht mehr so stimmig wirkte, wie noch damals beim Erstbesuch 1997. Es war halt nur noch der Rest, der einstig großen Westernstadt, so zumindest mein Eindruck. Naja, mit dem Abriss der Silbermine und der Westernstadt und der Ankündigung Klugheims war klar, dass hier eine typische Phantasialand-Sensation entsehen würde, aber dass es so ein Kracher in Form eines Multi-Launch-Coasters, einem Family Boomerang, einem Restaurant und einer richtigen kleinen mittelalterlichen Stadt werden würde – wer hätte dies gedacht?


Mystery Castle:


65 Meter hoch und damit die höchste Attraktion im Phantasialand, auch wenn die eigentlich Fahrthöhe mit gut 50 Metern etwas geringer ist. Mystery Castle ist ein Bungee Drop Tower, also eine Vertikalfahrt, bei der die Fahrgastträger an den Wänden des Burgturms mit Hilfe von an der Wand befestigten Seilen via Druckluft nach oben und darauf wieder nach unten geschossen werden. Wobei die Abwärtsfahrt noch rasanter als die Aufwärtsfahrt ist. Wer mehr zum Antrieb des Mystery Castles wissen möchte, dem empfehle ich Coastersandmore.

Ich fahre immer wieder gerne mit dem gruseligen Turm. Die Stimmung, die hier geschaffen wurde ist beeindruckend. Sowohl die Außenansicht, als auch die vielen, liebevoll gestalteten Räume, durch die wir hindurch schreiten und auch die beiden Warteräume, welche seit einigen Jahren zu festen Zeiten im Wechsel genutzt werden sind mit viel Liebe zum Detail thematisiert worden und mit einem gelungenen Soundtrack unterlegt.

Die Attraktion selbst besteht eigentlich aus zwei Teilen. Erstens der gruseligen Erkundung des Schlosses und im Anschluss der rasanten Fahrt nach Oben an die „Spitze“ des Turmes, um dort dem Bösen den Gar aus zu machen.

Das Mystery Castle schafft es immer, mich ein bisschen nervös zu machen und innerlich frage ich mich dann doch immer, warum ich das immer wieder mache. Tatsächlich aber ist die Fahrt deutlich weniger intensiv, als man annehmen könnte. Oben angekommen, das bange Warten, der „Fall“ selbst löst ein kurzes Kribbeln aus, aber man gewöhnt sich schnell daran. Kurz um: die Fahrt ist rasant und spaßig und sollte auch von ängstlicheren Gemütern mal probiert werden.


Übrigens: Das Mystery Castle besitzt drei Fahrprogramme, von denen aktuell die Programme 2 und 3 im Wechsel betrieben werden. Wann genau dieser Wechsel ist, kann ich aber nicht sagen. Ich meine es wäre gegen 15 Uhr. Das kurze Programm 1 wird glaube ich garnicht mehr benutzt.


Positiv:

- eindrucksvolles Bauwerk und liebevoll gestaltete Wartebereiche und Pre-Show-Räume
- stimmungsvoller Soundtrack
- die Pre Show mit dem Animatronic ist gut gelungenen
- schaurige aber nicht zu gruselige Atmosphäre


negativ:

- ziemlich kurze Fahrzeit (selbst Programm 3)
- schneller Gewöhnungseffekt (das Bauchkribbeln ist schnell weg)
- die Effekte im Turm sind etwas kahl

Insgesamt eine tolle Attraktion, aber meine Highlights sind dann doch noch woanders zu finden.


River Quest:


Direkt neben dem Mystery Castle an der Stelle an der bis 2001 die Gebirgsbahn und der Powered Coaster Grand Canyon Bahn ihre rasanten Runden drehten, erhebt sich seit 2002 River Quest. Aber was hat sich River Quest verändert! Mit Klugheim wurden nicht nur zwei Coaster, eine Taverne, eine Stadt, Felsen und was weiß ich noch alles erschaffen – nein, auch River Quest wurde thematisch fast neu erfunden. Doch beginnen wir von Anfang an.

River Quest ist eine Rafting Anlage des Herstellers Hafema. Die Besonderheit: Statt wie beispielsweise das Fjord Rafting, ist River Quest nicht sehr weitläuft, sondern wurde quasi auf drei Ebenen aufgestapelt. Zudem ist River Quest eigentlich auch keine klassische Rapid River Anlage – die typischen Wellenbecken fehlen hier völlig, dafür aber bietet River Quest eine beeindruckende Fahrthöhe von gut 23 Metern, einen Strudel, sowie drei Drops, die sich im wahrsten Sinne des Wortes gewaschen haben. Die Abfahrten sind nicht nur ordentlich nass, sondern auch erstaunlich thrillig. Vor allem die zweite Doppelabfahrt, die die Boote 11 Meter in die Tiefe reißt, hat es in sich und sorgt nicht nur für ein wohliges Kribbeln im Magen, sondern auch für eine kühle Dusche.

Das Theming von River Quest war anfangs, ich sage mal dreigeteilt, befand sie sich doch an einer Schnittstelle zu drei Themenbereichen. River Quest wurde dem Mystery-Bereich zugeschrieben. Die breite Front der Bahn zeigt zum Mystery Castle und wurde mit Fachwerkhäusern verziert. Vor Silver City ragte ein gewaltiges Felsmassiv in die Höhe, welches ein bisschen an die beiden Coaster erinnerte und zu China Town war River Quest ebenfalls anders gestaltet. Für mich eine Art chinesische Mauer. :D

Jedenfalls fand ich River Quest schon damals echt genial, aber es gab auch Punkte, die weniger toll waren. So zum Beispiel die kahle obere Etage und die Aufzüge, die auch keine Themingmeisterwerke waren. Doch dies ist nun Vergangenheit. River Quest wurde nun komplett an das Klugheim-Design angepasst und sieht so aus, als wäre es ebenfalls erst 2016 mit den beiden Neuheiten Raik und Taron eröffnet worden. Der obere Bereich zwischen erster Abfahrt und Strudel wurde intensiv thematisiert, sodass es ein Ding der Unmöglichkeit ist, sämtliche Details beim ersten Mal wahrzunehmen. Die Fahrstühle haben einen spannungsfördernden Soundtrack erhalten und auch der Weg zu den Vertikalhebern wurde neu gestaltet, ebenso wie die Vertikaltransporter selbst – was Farbe alles ausmachen kann. Besonders schön finde ich die beiden Schiffe, die am großen River-Quest-See vor Anker liegen und richtig schwimmen und mit den Wellen schaukeln. Somit hat sich diese nervige Bezeichnung „Parkhausrafting“ hoffentlich endgültig erledigt. Allerdings muss ich sagen, dass der Bereich nach dem Dritten Drop auch noch ein wenig aufgehübscht werden könnte. Soweit ich weiß, wurde dort aber auch schon vor einigen jahren Hand angelegt. Vielleicht kommt da auch noch was. :)

Zu River Quest selber: Ich kann eigentlich nur positives über diese Wasserattraktion berichten. Das Glücksspiel, wer am meisten nass wird oder wer „trocken“ bleibt, die verdutzten Gesichter, wenn der Fahrstuhl oben angekommen ist, die drei Drops, von denen vor allem die Doppelabfahrt nach dem Strudel richtig toll ist und an Thrill sogar die finale Abfahrt von Chiapas übertrifft und nun auch die atmosphärische Thematisierung. Cool, hätte ich es noch gefunden, wenn es vielleicht doch noch eine Art Wellenbecken vor den Aufzügen oder auf dem Weg zur Station gegeben hätte oder wenn das Free Fall Element im Betrieb realisierbar gewesen wäre. Aber auch so ist River Quest für mich eine geniale Attraktion und für mich sogar noch ein wenig besser als Chiapas, wenn ich auch das Theming von Chiapas doch noch etwas besser finde.

Übrigens, ich wurde leider kaum nass. Dafür hat meine Mutter die volle Ladung abbekommen. :D

Positiv:

- hoher Thrillfaktor
- hoher Nässefaktor :D
- tolle Thematisierung
- atmosphärische Musikuntermalung


negativ:

- relativ geringe Kapazität
- fehlen typischer Raftingelemente



Raik:



Eine der Neuheiten der vergangenen Saison hört auf den Namen Raik – ein Family Boomerang des niederländischen Achterbahnherstellers Vekoma, welcher sich im Phantasialand bereits für zahlreiche Attraktionen wie z.B. Colorado Adventure, Feng Ju Palace und Temple of the Night Hawk verantwortlich zeichnete.

Ich war schon sehr gespannt und lies mir auch von den Lausbuben vor mir die gute Laune nicht nehmen. Den leeren Wartebereich hinter mir gelassen und direkt hinein in die dunkle und stimmungsvolle Station. Endlich mal wieder eine neue Achterbahn, super.

Ich war so baff, dass ich garnicht bemerkt habe, dass die Tür meiner Reihe bereits geöffnet war, hihi. Na, jedenfalls nahm ich in einer der hinteren Reihen des Zuges Platz, zog den Bügel zu mir heran und wartete gespannt, bis die Reibräder den Zug und damit auch mich rückwärts hinauf und durch River Quest hindurch auf etwa 25 Metern Höhe brachte....

Hui, ich war beeindruckt. Raik war echt klasse. Zugegeben, ein Vekoma Familycoaster mit geschlossener und längerer Strecke wäre mir wohl lieber gewesen, aber Raik konnte auf der kurzen Strecke seine wirklich guten Qualitäten vorzeigen. Die Abfahrt zu Beginn ist noch recht harmloser Natur, sieht beeindruckender aus, als es ist, die darauffolgenden Kurven sind aber überraschend kraftvoll und bringen Spaß. Der Rückwärtspart macht ebenfalls Laune, kommt aber nicht an den Vorwärtsteil heran, zu viel Schwung ging bereits verloren. Vielleicht wäre es besser, würden die Reibräder am Ende der Rampe den Zug auffangen und noch ein Stück nach oben ziehen. Vor allem am Ende „hängt“ der Zug ein wenig durch. Dennoch: Raik bringt kurzen aber echten Spaß und ist eine prima Ergänzung zu Klugheim, Mystery und generell zum Phantasialand. Ob die Bahn jetzt gut für Einsteiger ist, schwer zu sagen. Ich würde mal sagen, dass der Temple of the Night Hawk noch ein Stück „einsteigefreundlicher ist“, zumindest, was die Strecke betrifft.

Raik ist eine schöne Familienachterbahn, super smooth und erstaunlich kraftvoll. Lange anstehen würde ich für Raik aber nicht.

Positiv:

- tolle Einbettung in den Themenbereich
- hoher Fahrkomfort
- schöne Station
- Vorwärtspart erstaunlich kraftvoll

negativ:

- sehr kurze Fahrstrecke
- dem Rückwärtspart fehlt der Biss


Daher meine Frage an Euch: Welche Achterbahn ist für Euch am besten für Einsteiger geeignet?




Taron:


Es gibt ja viele Hypes in der Freizeitpark-Welt. Wenn ich da an blue fire oder Wodan denke, ja und selbstverständlich auch Taron. Ist dieser Hype gerechtfertigt? Ich würde sagen, absolut! Wir lieben doch Achterbahnen und Attraktionen oder nicht? Klar so ein Hype birgt immer Gefahren mit. Die größte Gefahr ist, schlicht und einfach die, dass der Coaster dem ganzen Trubel nicht gerecht wird und man sich mehr erwartet hätte. Auf Taron war ich natürlich sehr gespannt. Bis dato kannte ich gerade einmal zwei Launch Coaster – blue fire und Freischütz. Während der Freischütz einfach nicht meinen Geschmack traf und mich eher enttäuschte, ist blue fire für mich eine schöne, smoothe und spaßige Achterbahn, die vielleicht einen Tick zu zahm ist, aber mit genialen Elementen, wie z.B. der Heartline Roll aufwarten kann. Was mir sowohl bei Freischütz, als auch bei blue fire fehlte, ist ein richtiger, spürbarer Drop, da ich Drops liebe, gehören diese für mich eigentlich dazu. Daher freute ich mich auf Taron, blieb aber doch etwas skeptisch.

An den ersten beiden Besuschstagen war überall im Park (außer bei River Quest, Winjas Fear und Winjas Force ach und eben Taron) Durchgehen angesagt. Das Schild bei Taron freudig gelesen (5 Minuten) und in die Single Rider Line begeben. Auch wenn Single Rider gleichbedeutend mit Einteilen ist, finde ich dieses System echt prima. Zumal die Züge bei Taron sehr kurz sind und ich bei meinen Fahrten keine großen Unterschiede feststellen konnte. Vielfahrer sehen das aber wohl anders. Daher meine nächste Frage: Welche Reihe gefällt Euch bei Taron am besten?

Der Single Rider Wartebereich ist schön gestaltet, aber ich muss sagen, dass ich vor freudiger Anspannung kaum etwas wahrgenommen habe. Gedanklich ist man einfach schon auf der Fahrt.

Die Abfertigung lief eigentlich Problemlos, aber man merkt, dass das ganze System noch nicht so eingespielt ist, wie z.B. bei blue fire im Europa-Park. Dennoch trotz Murren und Orientierungslosigkeit bei manchen Besuchern klappte es ganz gut. Meine erste Fahrt Taron lag nun vor mir. Die Züge sind sehr schön gestaltet, gerade der Widder-Kopf macht einiges her. Die Sitze sind total bequem, ebenso die Bügel. Die neuen Intamin-Sitze erinnern echt an die blue-fire-Züge. So bequem konnte die Jagd über Klugheim nun beginnen.

Wow! Also die beiden Launch-Strecken gehen echt ab wie Christophs Katze. Die aberwitzigen Umschwünge machen den Fahrgast zum Spielball und was von außen teilweise sehr gemütlich aussieht, ist im Zug selber Spaß und Action. Die Bahn fährt ohne Ruckler und ohne Verschnaufpause durch die Basaltfelsen und Häuser und kommt nach den Camelbacks und eińer von vielen vielen Richtungswechseln schließlich komfortabel zum Stehen, bis es in den Aussteigebahnhof geht, der (zumindest bei 4 Zug Betrieb) separat vom Einsteigebahnhof betrieben wird.


Wie ist meine Meinung zu Taron? Vorne weg. Der Coaster macht wahnsinnig Spaß und war schon echt beeindruckend, diese hohe Durchnittsgeschwindigkeit in Kombination mit den Launches und der verschlungenen Streacke macht schon ordentlich was her, dennoch kann ich klar sagen, Taron schafft es NICHT meinen Favoriten Colorado Adventure zu schlagen. Meine Lieblingsattraktion ist als Mine Train natürlich ein ganz anderer Coaster-Typ und daher schwer zu vergleichen, aber eine Attraktion ist die Nummer 1 und das ist ganz klar bei mir die Colorado Adventure.

Taron ist klasse, aber die Colorado-Bahn gibt mir einfach mehr. Alleine der geniale Drop in den Berg, die extrem steile Helix, die Lifthills mit der Aussicht, die GeschwindigkeitsWECHSEL – das alles gehört zu den Dingen, die ich einfach liebe und die ich bei Taron so in der Form nicht habe.

Dennoch: Taron ist geil, Taron ist ein Schmuckstück und sollte von jedem gefahren werden. Bei meinem persönlichen Ranking würde ich sie wohl auf Platz 2 oder 3 setzen. Schwierig, denn auch die Black Mamba ist toll und das ist das Wichtige: Es ist prima, dass das Phantasialand so viele geniale Attraktionen hat. So dass selbst die fünftbeste Parkattraktion noch geil ist. So auch hier. Taron ist nicht meine Nummer eins aber trotzdem sehr weit vorne mit dabei und dafür vielen Dank Phantasialand für eine weitere tolle Achterbahn 20 Jahre nach Colorado Adventure und 10 Jahre nach der Black Mamba.


So, nun aber nochmals zu Taron:

Das Phantasialand hat mit Taron einen echt coolen Coaster auf die Beine gestellt, nein nicht gestellt, hineingebuddelt. Der Abriss der Silbermine ist natürlich schade, aber ich muss ehrlich sein: Die letzten Male dachte ich auch in etwa so: „Es wird Zeit für was besseres...“ Natürlich, die Silbermine war auch nur noch ein Schatten ihrer selbst. Noch 2003 wirkten die Figuren auf mich deutlich dynamischer und guckt man sich Videos aus den 90ern an und sieht hin, wird man feststellen, dass sich da die Figuren auch noch besser und vielseitiger bewegten, als zuletzt. Die Silbermine – so schade ihr Verlust auch ist, hat so nicht mehr wirklich Spaß gemacht und so toll ich den Darkride auch fand, so schade war es immer zu sehen, wenn Figuren nicht gingen oder sich nur noch zuckend bewegten. Ich hoffe natürlich, dass irgendwann mal wieder ein Darkride kommen wird, aber jetzt wurde erstmal Klugheim gebaut und das ist gut so. Vielleicht werden wir ja wirklich mal wieder einen Darkride bekommen, der es mit den heutigen Topattraktionen genauso aufnehmen kann.

Noch ne kurze Übersicht zu Taron

positiv:

- lange verwirrende Strecke mit vielen Airtime-Momenten
- tolle Launches
- gut gelöstes Anstehsystem
- komfortable Züge
- gelungener Soundtrack
- hohe Kapazität

negativ:

- so ein richtiger Drop fehlte mir irgendwie
- sitzt man links kann es etwas schmerzhaft werden, da man oft einen ordentlichen Spritzer Wasser ins Auge bekommt.

Sonstiges: Platz 2 bei den von mir bisher gefahrenen Attraktionen (Stand Februar 2018)

Fantasy:

Fantasy dürfte der flächenmäßig größte Themenbereich des Phantasialands sein. Auf alle Fälle ist er der grünste. Die Gondelbahn 1001 Nacht, die mit dem Walzertraum ebenfalls noch einige grüne Flecken einbrachte, ist schon lange Geschichte, dafür kann man aber in diesem Bereich rund um den Mondsee noch etwas Ruhe und Entspannung im Grünen tanken.

Der Bereich ist wirklich riesig und umfasst neben dem Mondsee samt Rundweg noch zwei riesige Indoorkomplexe in deren Inneren sich gigantische Attraktionen befinden und sich links und rechts davon, sowie am weitläufigen Vorplatz zahlreiche Kinder- und Familienattraktionen tummeln.

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Mondsee:

Zugegeben eigentlich weder ein Themenbereich noch eine Attraktion oder Show, aber der Mondsee gehört einfach zum Phantasialand dazu sollte mal „kurz“ vorgestellt werden. Zahlreiche Namen hatte er, oft auch als Wikingersee bezeichnet, war ein Name doch wohl von Anfang an bis etwa 2007 prägend: Märchensee. Auch heute noch muss ich aufpassen, den inzwischen doch veralteten Namen nicht mehr zu benutzen. Hier war es einst passiert. Hier startete das Phantasialand 1967 mit Märchenszenen, Oldtimerwagen, Western-Express und Tretbooten (welche ein Jahr später bereits für die Seeräuberfahrt nach Carthagena Platz machen mussten) und wer konnte ahnen, dass sich aus dem Märchenpark einer der größten aber gewiss einer der schönsten Themenparks dieser Welt entwickeln würde? Ich sicher nicht, kein Wunder, war ich doch noch garnicht auf der Welt. Erst 30 Jahre später konnte ich in diese phantastische Welt zum ersten Mal eintauchen.

Der Märchensee hat wie der Park selbst eine Verwandlung durchgemacht. Früher noch etwas größer, wirkte der dunkle See fast etwas gespenstisch und unheimlich. Tatsächlich aber war er Lebensraum für einige exotische Tierarten. Nilpferde, die plötzlich aus dem Wasser auftauchten, Elefanten, die sich einen Spaß daraus machten, die Besucher nass zu spritzen, Krokodile, die auf Beutezug gingen und ein Nashorn, welches Touristen auf einen Baum trieb. Freilich, diese Tiere waren nicht ganz echt, prägen für mich aber bis heute den Mondsee, auch noch Jahre nach der Schließung der Wikinger Bootsfahrt, konnte man doch noch lange Zeit einige der verbliebenen Dschungeltiere traurig im Gebüsch stehend beobachten, in der Hoffnung, es würde doch nochmal eine ähnliche Fahrt realisiert werden.

Nun inzwischen dürfte auch das letzte Krokodil verschwunden sein und auch wenn ich diese kultige Bootsfahrt doch vermisse, finde ich den aktuellen Look des Sees durchaus schön. Statt der großen Wasserfläche, ist der See nun aufgeteilt in zwei Hälften, eine wird von der Treetbootfahrt Wözls Wassertreter genutzt, der hintere Teil steht der interaktiven Wasserbootsfahrt Wakobato zur Verfügung und besonders dieser Bereich des Sees wurde ansprechend bepflanzt und gepfleft, sodass mand tatsächlich Lust bekäme, zwischen den Wassserpflanzen auf Tauchgang zu gehen und zu erforschen, ob es nicht doch irgendwelche Wuze-Ungeheuer am Grunde des Sees gibt.

Jedenfalls möchte ich jedem empfehlen (nicht ins Wasser zu hüpfen!) einen kleinen Spaziergang um den See zu machen. So schade es ist, dass aufgrund der Nähe zu den (…) Anwohnern keine schöne Attraktion stehen kann, so entspannend ist es doch mal, kurz aus der Klangwelt des Parks zu entschwinden und sich einfach mal hinzusetzten, sein Brötchen zu essen und festzustellen: Das Phantasialand ist anders, aber genauso toll wie einst.


Meine Mutter und ich waren häufig am See, fuhren mit der kleinen Monorail über Wuze Town saßen am See und ja, es war einfach herrlich. Einfach mal kurz ausruhen, sich sammeln und die Atmosphäre genießen, vor allem da dieses Eck an den ohnehin schon leeren Tagen noch leerer war. :D


Hollywood Tour:


Hollywood Tour ist eine Themenfahrt, genauer gesagt die letzte große und klassische Animatronic „Dunkelfahrt“, die das Phantasialand bis dato gebaut hat. Die Ridetechnik erinnert an Piraten in Batavia, ist aber von Intamin AG und nutzt Reibräder und Förderbänder anstatt, wie die Piraten Kettenlifte. Das Innenleben stammt von der Firma Hofmann, während das Gebäude, in dem sich auch die längste Dunkelachterbahn Europas befindet von der Firma Dalmanns stammt.

Worum geht es? Die Fahrt soll eine Mischung aus „Blick hinter die Kulissen der Traumfabrik“ und Gänsehautfahrt sein. Die Bootsinsassen erleben Szenen aus berühmten Filmklassikern, wie es Alfred Hitchchock an der Pier erzählt. Die Filme, die gezeigt werden bzw. gezeigt wurden, sind: Der weiße Hai, Tarantula, Samson und Delilah, Sindbad der Seefahrer, Frankenstein, 20.000 Meilen unter dem Meer, Tarzan, die Vögel, der Zauberer von Oz, sowie als großes Finale King Kong.

Die Samsonszene wurde gegen Ende der 90er durch Sindbad, die Vögel 2008 durch den Zauberer von Oz ersetzt.

So viel dazu. Jedenfalls versprüht die Hollywood Tour für mich so ein bisschen die Atmosphäre des klassichen Phantasialandes, auch wenn ich den Park erst seit 1997 kenne und daher keine Ahnung habe, wie der Park wirklich „früher“ war. Die Idee mit den Filmen – freilich auch in anderen Parks bereits vorhanden – finde ich prima und die Umsetzung ist es auch. Dazu noch eine hohe Fahrzeit, die – immerhin zwei Minuten länger als draußen angeschrieben – einen volle zehn Minuten in eine andere Welt entführt und viele große Szenen mit zahlreichen Animatronics, kombiniert mit schönen, aber nicht zu argen Schreckeffekten, die hier super ins Konzept passen, zu bieten hat. Dazu noch ein kleiner Drop, der etwas Spannung bringt, aber niemanden überfordert – eigentlich eine tolle Familienattraktion, auch für jene, die keine schnellen Attraktionen fahren können oder wollen.

Leider aber ist das nur die eine Seite. Bei jedem Besuch zeigte die Hollywood Tour ein etwas anderes Gesicht, mal besser mal schlechter, dann wieder etwas besser und dann – hm... Hauptproblem dürfte sein, dass die Hollywood Tour thematisch nicht mehr ins Phantasialand passt. Früher tummelten sich Wikinger, zwischen Hollywood Stars und Raumschiffen. Flugzeuge flogen, zwischen Einschienenbahn und Holzfällerbooten in die Lüfte und hinter dem Grand Canyon erhob sich eine imposante Burganlage. Der Park möchte glaube ich, in sich geschlossene , perfekte Themenbereiche erschaffen ohne Theminglücken ohne „Logiklöcher“ oder irgendwas, dass nicht zusammenpasst. Natürlich nur eine Theorie, aber durchaus logisch, guckt man sich die Parkentwicklung an. Tja und was hat eine Tour über Filme, die von Menschen gemacht wurden mit dem friedlichen Volk der Wuze, die sich gegen ihre Feinde wehren müssen, auf Fischfang gehen und Zeremonien der Kraft und Furchtlosigkeit bestehen müssen zu tun? Schwierig.

Aber auch davon abgesehen gibt es mit der Hollywood Tour ein Problem. Der optische Zustand. Ich bin kein Animatronic-Experte und möchte mir auch nicht anmaßen zu sagen, das Ding ist kaputt oder was weiß ich. Aber wenn bei einem Affen das Metallskelett unter dem gerissenen Fell zum Vorschein kommt, bei einem anderen ebenfalls die Technik ersichtlich ist. Haie nur noch auftauchen, aber ihre Mäuler nicht mehr bewegen und ein Fischer aufrecht sitzend untergeht nach dem Motto „Joa, jetzt gehe ich halt unter, braucht ich wenigstens den Abwasch nicht erledigen.“ dann wirkt das so, als ob die Tour dem Park nicht mehr wichtig ist. Man kann eine Liste mit Mängeln aufschreiben, was inwzischen nicht mehr richtig funktioniert und was einem als Gast auffällt, aber das was ich aufgelistet und gesehen habe soll hier erstmal genügen. Wenn ich es einfach mit den Piraten in Batavia vergleiche, wo die Figuren teilweise noch etwas simpler sind, aber zumindest funktioneren, frischer aussehen und schnell repariert werden, ist es umso trauriger zu sehen, dass in der brühler Hollywood Tour das eben nicht funktioniert.

Was ich aber trotzdem gut fand: Auch wenn einige Fehler bei den Szenen auftraten, sie lösten aus und die Effekte haben soweit immerhin gearbeitet. Wie gesagt, der Fischer zuckte eher und geht nicht mehr im Liegen sondern im Sitzen unter, aaaaber er tut was. Die Haie kamen auch hoch, die Sindbadszene löste aus und der Affe schlägt Tarzan wieder schön mit der Kokosnuss und sogar die Zombiehexe wurde endlich ausgetauscht, wenn auch nur gegen eine Schaufensterpuppe. Und mit der Vogelscheuche und einer Krabbe bei 20.000 Meilen unter dem Meer, wurden sogar neue Dekoelemte hinzugefügt.

Damit hat mir die Hollywood Tour wieder deutlich besser gefallen, als 2010, 2013 oder auch 2016. Ich bin mir auch sicher, dass das ein großer Aufwand ist, alles am Laufen zu halten, aber wenn ich sehe, dass z.B. der EP das auch hinbekommt, seine Darkride auch optisch in Schuss zu halten, wäre das im Phantasialand auch wünschenswert. Aber immerhin, etwas verbessert hat es sich ja bei Tarzan und Co.

Toll finde ich, wie groß diese Szenen und lange die Fahrstrecke ist. Es ist einfach schön, zu sehen, wie plötzlich ein Hai aus dem nichts auftaucht, Affen Wasserski fahren, eine Spinne bedrohlich nahe kommt und dann zu sehen, dass noch eine Szene kommt und noch eine. Eine langsame und doch erlebnisreiche Fahrt. Leider aber gibt es noch einen Punkt, der die Fahrt auch etwas langatmig werden lässt.Es gibt viele Abschnitte, in denen wir nur im Dunkeln umherschippern und der (zugegebenermaßen schönen) Musik, dem Donnern des Temples und auch dessen Soundtrack lauschen. Als erstes fällt dies beim Weißen Hai auf, gefühlte zwei Minuten dümpelt das Boot im Dunkeln, bis die nächste Szene startet, ähnlich nach Frankenstein und nach King Kong. Beim Hai und bei Frankenstein mag die dies noch ein Stilmittel sein, dass die gruselige Stimmung unterstreicht. Trotzdem ist es einfach zu lange und gerade beim weißen Hai wird die Illusion durch den wieder auftauchenden Fischer zerstört. Ein geringerer Abstand zwischen den Szenen wäre hier gut gewesen.

Auch die Synchronisation zwischen Boot und Szene ist oft suboptimal. Ist das Boot voll liegt es tiefer in der Strömung und ich meine, dass es dann besser passt, aber selbst bei vollem Boot starten manche Szenen zu früh. Vor allem beim Weißen Hai und Sindbad fällt dies auf. So schalten sich die Figuren ab und die Stimmung ist irgendwie dahin. Hier sollte mal nachgebessert werden.

Fazit: Auch wenn die Hollywood Tour ihre besten Tage hinter sich hat, kann ich nur jedem empfehlen, sie zumindest einmal zu fahren. Es gibt jede Menge Details und Figuren zu bestaunen und die positven Aspkete, die ich vorhin schon erwähnt habe, sind ja immer noch vorhanden. Es ist halt alles etwas „angestaubt“, aber trotzdem sollte man sich diese Bootsfahrt nicht entgehen lassen. Zumal eine Fahrzeit von zehn Minuten doch schon eine Ansage ist, oder?


Positiv:

- sehr hohe Fahrzeit
- abwechslungsreiche und aufwendige Szenen und Figuren
- viel Liebe zum Detail
- für jung, alt und zwischendrin
- kaum Wartezeit

negativ:

- optischer Zustand mancher Animatronics
- Boot und Szenen oft asynchron (selbst bei vollen Booten; die Szenen starten oft zu früh)
- viele dunkle und langatmige Ecken
- lieblose Neugestaltungen (der Zauberer von Oz, Austausch Frankenstein-Assistentin...)



Temple of the Night Hawk:


Die Dunkelachterbahn von Vekoma wurde 1998 als Space Center eröffnet und bot einen Flug durch den Weltraum mit fremden Planeten, Meteoriten, Außerirdischen und einem sagenhaften Sternenhimmel. 2001 wurde die Achterbahn zum Temple of the Night Hawk umthematisiert. Das schien aber nicht so einfach gewesen zu sein, denn man musste z.B. die Tarnnetze, die die spacige Silberhalle verdecken sollten, wieder entfernen und wer weiß, ob es noch andere Dinge gab, die im Zuge des Brandschutzes geändert werden mussten? Ich weiß es nicht. Ich bin den Temple of the Night Hawk 2003 gefahren und von Theming war nicht mehr viel übrig.

Egal, jetzt haben wir 2017. Die vier (ehemals fünf) Züge fahren die über gut 1,2 km lange Strecke, die seit 1988 unverändert blieb in gut vier Minuten ab, wobei eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 47 km/h erreicht und ein Höhenunterschied von gut 11 Metern überwunden wird. Drei Kettenlifhills, die soweit ich weiß etwa gleich hoch sind, viele Helixkurven und der ein oder andere Drop wartet auf die Besucher und natürlich vor allem eines: (fast) komplette Dunkelheit. Keine Lasereffekte mehr (die Laserbeutevögel sind auch schon lange Vergangenheit), keine Bäume, kein Mond, keine Sterne, kein Themingobjekt, mit der der Flug auf dem Rücken des Nachtfalken, der höchsten Gottheit der Wuze, unterstrichen werden würde. Nur grelle rosa Lichter an der Abschlussbremse, sowie seit einigen Jahren auch endlich wieder Lichteffekte an Lift 1 unterbrechen die ansonsten komplett effektlose Fahrt. Immerhin ein Soundtrack bis vor einigen Jahren (2015?) noch aus dem Film Disneys Dinosaurier, und mittlerweile ein von Imascore komponierters Werk begleiten die vergleichsweise zahme Fahrt durch die Nacht.

Das ist auch das Hauptproblem an der Achterbahn. Sie ist nicht schnell oder spektakulär – was solls, sie macht trotzdem Spaß fährt sich butterweich und bietet eine extrem lange und auch abwechslungsreiche und familienfreundliche Fahrt. Ich habe selbst schon mitbekommen, dass hier auch ältere Semester eingestiegen sind, das ist doch toll! Die Bahn muss keine Rekorde brechen, aber sie muss auch nicht so unter Wert verkauft werden. Denn während die Fahrt selbst gut ist, die Effekte und das Drumherum sind es nicht. Das fängt schon beim Wartebereich an. Zugeklepte Schaufenster, wo früher Szenen aus dem All gezeigt wurden, grob überpinselte Wände und Trittstufen, wo nach das alte Space Center silber zum Vorschein kommt. Dann eben die Fahrt, die fast allem beraubt wurde, was sie ausgemacht hat. Vor allem im Abschnitt nach dem dritten Lift, wo der Zug sehr langsam über die Strecke rollt und nur noch Rechtskurven fährt – da merkt man, dass da früher etwas gewesen sein muss, etwas zum Anschauen. Heute nimt man nur das langsame Dahinrollen war und wartet auf die wieder rasantere Abschlusshelix. Wo das Raumschiff auf den Raketenschlitten schoss, gähnende Leere. Und so ist die Bahn zwar immer noch nett, aber das Wissen, was eigentlich möglich wäre, hinterlässt dann doch eine Spur der Enttäuschung.

Ich würde mich freuen, wenn dieser Klassiker doch noch aufgewertet werden würde. Klickt man sich durch die Foren, kann man jedes Jahr aufs Neue lesen, dass die Bahn abgerissen wird. Irgendwann wird es wohl so kommen, aber ich hoffe weiterhin ein wenig, auf ein Upgrade und genieße die Fahrt – egal, ob es sie so noch lange geben wird oder nicht.

Positiv:

- lange abwechslungsreiche und familienfreundliche Fahrt mit netten Drops (gerade nach Lift 2)
- butterweiches Fahrgefühl
- bequeme Züge
- hohe Kapazität

negativ:

- wenige Thematiserungseffekte
- hässlicher Wartebereich
- ungenutztes Potential (Schaufenster, Effekte während der Fahrt...)



Winjas Fear:

In Kleinstein, dem eigentlichen Wuze Town, befinden sich, neben zig tausenden von Dekorationselementen, einem See, einer Wäscherei und und und – auch noch drei Attraktionen, sowie auf der oberesten Etage das Wupi und Wözlland oder wie es heute heißt: Wuze Town Kinderland.

Zu den Hauptattraktionen von Kleinstein oder eigentlich ganz Wuze Town gehört u.a. Winjas Fear, eine herausfordernde Prüfung für all jene, die sich zu mutigen Kriegern ausbilden lassen wollen, um Wuze Town vor feindlich gesinnten Stämmen zu schützen. Bei Winjas Fear nehmen wir an der Zeremonie der Furchtlosigkeit teil und müssen allerlei Gefahren überwinden.

So viel zur kurz angerissenen Geschichte. Hinter dem geheimnisvollen Namen verbirgt sich ein 465 Meter langer, 17,4 Meter hoher und bis zu 66 km/h schneller Spinning Coaster des deutschen Achterbahnherstellers Maurer Rirdes, welcher auch zahlreiche Spinning Coaster für die Kirmes baute. Doch Winjas Fear hat einige Besonderheiten. Ihr, die ihr tapfer an meinem Bericht lest, habt ja schon einige Spoiler mitbekommen, trotzdem nochmals der Hinweis: Solltet ihr die Coaster noch nicht kennen, lasst Euch überraschen und lest nicht weiter!

Winjas Fear überwindet auf ihrer über 2 minütigen und damit durchaus beachtlich langen Fahrt (mehr, als man bei so einem Coastertyp zunächst erwarten würde), eine sehr abwechslungsreiche und stellenweise durchaus intensive Strecke. Zunächst geht es senkrecht auf über 17 Metern Höhe, ehe man einen steilen, bis zum Boden führenden und erstunlich intensiven First Drop passiert, schnell schießt die Chaise in die Höhe; es folgt ein energiereicher Camelback – doch auch Kurven, ein Immelmann, Passagen im Dunkeln und weitere Spezialeffekte wollen von den Prüflingen noch bezwungen werden und wer diese Herausforderung gemeistert hat, kann gleich nebenan Durchhaltevermögen und Kraft beweisen. Das Phantasialand hat nämich nicht nur einen, sondern gleich einen zweiten Spinning Coaster der Extraklasse installiert, der zwar einige Parallelen mit der Schwesterbahn aufweist, jedoch auch jede Menge eigenständige Elemente für die mutigen Parkgäste zu bieten hat. Doch dazu gleich mehr....

Fazit: Winjas Fear ist eine tolle Achterbahn, die durchaus zu den Top 5 im Phantasialand gehört. Auf keinen Fall sollte sie ausgelassen werden. Mehr noch: Durch die freie Drehung der Fahrgastträger ist durch die unterschiedliche Gewichtsverteilung (es sitzen ja nicht immer die gleichen Leute hinter/vor einem) keine Fahrt wie die andere! Also ab nach Wuze Town und sich der Prüfung von Königin Winja stellen!

Positiv:

- Abwechslungsreiche Fahrt mit plötzlichen Geschwindigkeitswechseln
- tolle Sounduntermalung und wundervoller Hauptsoundtrack
- intensive aber auch geschmeidige Fahrt
- toller First Drop und Camelback

negativ:

- geringe Kapazität
- wenig Platz in den Chaisen
- Leider die ein oder andere Theminglücke (Fahrstuhl, Bereich um den Immelmann)
- stickiger Wartebereich


Winjas Force:


Durchhaltevermögen bei Kampf und Jagd: Wer sich für den Weg der Kraft entscheidet, steigt in die in Fahrtrichtung linke Seite der Station ein, die sich beide Seiten teilen. Winjas Force ist genauso hoch wie Winjas Fear, jedoch mit 410 Metern Streckenlänge und 60 km/h Spitzengeschwindigkeit etwas kürzer und langsamer. Dennoch ist dieser Coaster in meinen Augen genauso empfehlenswert und sollte nicht vergessen werden! Der First Drop führt nicht ganz so tief, wie bei Fear, dafür warten nach dem Aufstieg aus eben jenen, lustige Slalomelemente auf die Mitfahrer – und das drehend! Also auch hier geht es turbulent zur Sache. Ob Fear oder Force nun die bessere ist – schwierig. Bei Force bevorzuge ich das lustigere seitliche Wippenelement und auch die Camelbacks zwischendurch können gefallen. Dafür ist aber der Dunkelpart bei Force eindeutig zu kurz geraten und auch der First Drop ist bei Fear doch noch ein Stück intensiver.

Alles in allem bietet Winjas Force eine ähnlich spaßige und aufregende Fahrt, wie Winjas Fear, nur halt etwas anders.

Dazu gleich die nächste Frage an Euch: Fear oder Force – welche gefällt Euch besser?


Fazit:

-Siehe Winjas Fear. Im Vergleich zur Fear hat die Force in meinen Augen aber das bessere Wippenelement und es gibt weniger kahle Stellen. Die Wäscherei um die Camelbacks ist deutlich liebevoller gestaltet, als der Drop-Immelmann-Part von Fear.

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Ein idyllischer See bei Winjas Force.

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Wakobato:


Die interaktive Bootsfahrt von Preston & Barbieri liegt im hinteren Bereich des Mondsees bietet eine gut 10 Minütige Fahrt durch die Pflanzenwelt der Wasserwuze, vorbei an den Froschsteinen - Grabdenkmäler der Wasserwuze. Ziel ist es den Bewohnern dabei zu helfen, die vielen Froschsteine mithilfe einer Wasserspritzpistole zu reinigen. Klingt genauso spannend, wie es ist. Tatsächlich ist Wakobato die einzige wirkliche Enttäuschung unter den neuen Großattraktionen, wohl auch bedingt zu der Nähe der Anwohner. Denn eine Attraktion, die den Besuchern Freudenschreie entlockt, wäre wahrscheinlich nicht genehmigt worden – verlief ja schon die Realisierung Wakobatos nicht ganz unproblematisch. Aber egal. Das Hauptproblem bei Wakobato ist für mich die Tatsache, dass es weder als Shooter, noch als Splash Battle, noch als Themenfahrt so richtig funktioniert. Der Reiz, die Ziele zu treffen ist schnell abgeflaut, zu eintönig sind die ausgelösten Effekte – so sie denn auch wirklich auslösen. Nassspritzen geht freilich auch nicht und schöne Animatroniceffekte, wie einst bei der Wikingerbootsfahrt mit auftauchenden Kreaturen oder liebevoll dargestellten Szenen werden ebenfalls vergeblich gesucht, geschweige denn ein Tunnel mit Wuzeszenen o.ä. Die Bauweise der Boote – so schön sie auch sind, ist zum Beobachten ebenfalls nicht ideal, da man ja nur auf eine Seite rausgucken kann. So ist das ganze nicht mehr, als eine „nette“ Fahrt, durch die Vegetation. Denn schön ist er ja, der Mondsee. Sogar sehr schön. Durch die vielen Pflanzeninseln wirkt der See deutlich freundlicher, weniger weitläufig und „gruselig“. Ich bin sicher, man könnte mehr aus der Attraktion machen. Ein schöner Tunnel mit Wuze-Town-Szenen, vielleicht einige Wasser-Wuze-Monster, die aus dem See auftauchen – das würde schon den Reiz der Bahn erhöhen, denke ich. So aber ist Wakobato eine Attraktion, die man nicht unbedingt mitmachen muss, aber zum Entspannen durchaus mitgenommen werden kann.


Berlin:


1970 als Alt-Berlin eröffnet ist dieser Themenbereich etwas ganz besonderes. Vom Märchenwald abgesehen, war es der erste Themenbereich des Parks, der auch bereits den Blick darauf frei gab, wohin der Weg des Parks einmal führen würde: Einer der durchdachtesten und detailliertesten Themenparks zu werden. Zugegeben: Berlin – wie der Themenbereich Alt-Berlin seit etwa 2009 heißt – war nie der Themenbereich mit den riesigen und spektakulären Attraktionen, hatte aber schon immer ein ganz besonders Flair. Vielleicht auch deshalb, weil es für viele der erste Bereich des Parks ist, den man als Besucher betritt. Auch wenn Berlin nicht mein Lieblingsbereich im Phantasialand ist, finde ich diesen Bereich trotzdem gut gemacht. Vor allem der Kaiserplatz mit dem Wellenflieger und seinen Wasserspielen gefällt mir gut. Highlight ist natürlich der interaktive Darkride Maus au Chocolat. Aber der Reihe nach.

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Wellenflug:

Wellenflieger von Zierer sind echte Klassiker und Spaßbringer und dieser ist für mich der schönste, den ich bisher fahren konnte. Von der Bemalung und Verzierung bis zu dem (manchmal nassen) Springbrunneneffekten und der langen Fahrzeit bietet dieses Karussell alles, was ich mir von solch einer Attraktion wünsche. Macht echt Laune!


Das verrückte Hotel Tartüff:

Ein Funhouse wie gewohnt voller lustiger Details und Effekte und sogar einer Pre-Show. Ich bin aber kein großer Fan solcher Attraktionen und muss jetzt nicht unbedingt dieses Haus betreten. Dennoch: Wer es noch nicht kennt, sollte es sich mal anschauen. Denn der Park hat sich auch hier wieder viel Mühe gegeben, dem Gast ein tolles Erlebnis zu bieten. Für mich gibt es aber bessere Attraktionen im Park.


Schauspielhaus mit Pirates in 4D:

Heute sind 4D-Kinos in Freizeitparks nichts Neues mehr. Pirates läuft im Phantasialand schon seit 1999, was man am Film leider sieht. Der ein oder andere Streifen auf dem Film zeugt davon. Dennoch mag ich den Film irgendwie. Es ist eine Art „Kevin allein zu Haus“ auf einer Insel, womit eigentlich schon ein Großteil der Handlung erzählt wäre. Jedenfalls macht es viel Spaß, da die Effekte hier sehr passend gemacht sind und der Film – obwohl schon etwas altbacken – einfach gut gemacht ist, wie ich finde. Kein großes Highlight mehr und gewisse wäre hier mal etwas Neues angebracht, aber ich gucke den Film trotzdem immer wieder gerne. Zumal die Sitze sehr bequem sind. :)



Maus au Chocolat:


Eine interaktive Themenfahrt aus dem Jahr 2011. Wir müssen Oskar Koslowski – Meisterkammerjäger – dabei helfen, der Mäuseplage in der Tortenfabrik von Gustav E. Lehmann Herr zu werden. Mit der Hilfe von Schokospritzbeuteln machen wir uns auf die Punktejagd.

Ich bin eigentlich kein Fan von interaktiven Darkrides. Bei Darkrides sind mir die Klassiker ala Hollywood Tour oder Universum der Energie einfach lieber. Doch her muss man fast begeistert sein. Schon der Wartebereich, welcher dankenswerterweise auch komplett indoor ist, weiß mit vielen lieben Details zu überzeugen. Alleine die ganzen Rezepte, die man fotografiert und wohl doch nicht nachbackt, wissen zu gefallen. Aber es gibt noch viel viel mehr zu entdecken. Die Fahrt selber dauert gut sieben Minuten und beinhaltet 3D-Effekte, Onboard-Sound, Wind- und Geruchseffekte. Spätestens im Tortenraum läuft einem das Wasser im Munde zusammen.

Mir macht die Fahrt auf der Schokomaus viel Spaß, auch wenn ich immer gegen meine Mutter verloren habe... Tja, ich kann es jedem nur empfehlen, diese Attraktion mal auszuprobieren. Es ist zwar nichts zum Zurücklehnen und Entspannen, wie die classic Darkrides, dafür aber ein aberwitziges Abenteuer mit – ihr ahnt es schon vielen Details.

Und jetzt mal wieder eine Frage an Euch: Was haltet ihr von interaktiven Darkrides?


Wintergarten mit Musarteum – Wenn Geister träumen:


Ich bin kein großer Showfan, muss ich gestehen und so haben es diese bei mir auch immer schwer, Begeisterung auszulösen. Bei Musarteum habe ich schon die Geschichte nicht wirklich verstanden, weshalb die ganzen Einlagen auf mich zusammenhanglos wirkten. Die Akrobatik und die Kunststücke waren dafür wirklich beeindruckend, auch wenn ich das Gefühl im Hinterstübchen habe, das alles irgendwo schon einmal gesehen zu haben, dennoch: Kompliment an die Künstler! Diese Körperbeherrschung muss einfach gelobt werden. Das war beeindruckend. Daher hätte für mich der Anfang ruhig weggelassen werden dürfen. Naja... So aber ist die Show wirklich nett gemacht, das Bühnenbild großartige, ebenso wie die Künstler. Trotzdem spielen für mich die Shows in einem Themenpark einfach eher die Nebenrolle. Wer aber im Phantasialand ist, sollte sich die Darbietung im Wintergarten ansehen.



Mexico:



Verlgeicht man Mexico mit früher und heute, wird deutlich, wie sich der Park weiter entwickelt hat. Die Zeiten, in denen Crazy Loop und Condor einfach auf einem großen Platz standen sind vorbei. Dafür erhebt sich ein gigantisches, neues Felsmassiv in Nachbarschaft zur Minenachterbahn Colorado Adventure, ein wunderschöner kleiner Vorplatz und ein liebevoll gestaltetes Gebäude, welches den Suspended Top Spin Talocan beherbergt. Zugegeben: Um das schöne Maya-Gebäude samt Phantasialand Jet und auch um die Wildwasserbahnen Stonewash Creek und Wildwash Creek, welche man von hier aus betreten konnte, ist es ein wenig schade. Aber diese wunderschöne farbenfrohe Landschaft mit zig – ja zum hundertsten Mal – Details, lässt den Verlust der Klassiker schnell vergessen (zumindest fast) und ehe wir es uns versehen, stehen wir auch schon in der Warteschlange der Wasserbahn Chiapas.


Chiapas – DIE Wasserbahn

Sämtliche Details der Warteschlange zu erzählen wäre zu schade und noch dazu unmöglich. Dennoch sei angemerkt, dass die Queue-Line thematisch wieder ganz groß ist. Am besten gefällt mir der Bereich zwischen den Canyon neben dem Last-Drop entlang. Diese Geräusche der niederprasselnden Gischt, die vorbeirauschenden Boote, das Angst- oder Lustgeschrei – es macht Lust auf mehr von Chiapas!

Das Anstellsystem ist sehr praktisch. Gruppen, die gemeinsam in ein Boot möchten, nehmen den normalen Eingang, für Single-Rider und Quickpassnutzer gibt es einen Extraeingang. Beim normalen Eingang teilt es sich dann nochmal auf – ähnlich wie bei River Quest nach der Anzahl der Gruppenmitglieder – und dann wird man auch schon vom Ride Op nochmals in eine abschließende Schlange eingeteilt und wenige Minuten später, kann das Abenetuer Chiapas auch schon beginnen!



Beim Einstieg direkt zwei Dinge: Erstens sehen die Boote echt genial aus, wie richtige Expeditionsboote und – wenn ich mich nicht täusche – sogar individuell gestaltet. Super!
Der zweite Punkt ist nicht ganz so positiv: Der Einstieg und das Bügelsystem sind etwas gewöhnungsbedürftig und eng. Da waren die Boote der Stonewash- und Wildwash Creek bequemer.

Zur Fahrt selbst (und ich erinnere an nicht gekennzeichnete Spoiler!): Holla, das geht aber schnell den Lift rauf. Zwischen dem zweiten und dritten Lift der Minenachterbahn Colorado Adventure „schießen“ die Boote förmlich hinauf. Oben angekommen wartet bereits die erste (und fast schon fieseste) Welle. Das fängt schon abenteurlich an!

Chiapas überzeugt mit viel Liebe zum Detail. Alleine das Bergmassiv ist mehr als ein großer Stein. Die ganze Anlage ist ein optischer Leckerbissen. Schon die gewaltige Front strotzt vor Details, doch auch während der Fahrt wird einiges geboten. Angefangen bei den von mystischer Musik untermalten Templedurchfahrten, über die leider etwas arg schnell durchfahrene Lagune bis hin zur Disco – für Abwechslung ist gesorgt!

Dabei wird die ganze Fahrt von Musik begleitet, was im Vergleich zur alten Wildwasserbahn für ein anderes Feeling sorgt. Aber dazu unten mehr. Die Abfahrten sind rasant, aber jetzt nicht soooo der Brüller. Die letzte Abfahrt ist steil, aber irgendwie sieht es doch spektakulärer aus, als es ist. Ich hatte den Eindruck, dass der second Drop von River Quest deutlich intensiver ist. Dennoch: Chiapas ist toll, Chiapas macht Spaß. :)

Einen Punkt möchte ich aber doch erwähnen. Auch wenn Chiapas auch in meinen Augen eine geniale Attraktion ist, so fällt es mir doch schwer, die Bahn als Nachfolger der Wildwasserbahn zu sehen. Warum? Nun, weil es für mich eine doch andere Art von Attraktion ist. Chiapas ist ein Log Flume 2.0.

Am stärksten fällt mir das in den Passagen zwischen den Drops auf. In den Wildwasserbahnen war es dazwischen ruhig, man beobachtete Colorado Adventure oder freute sich mit seinen Mitreisenden auf die nächste Abfahrt. „Schau da!“ oder „Da hinten kommt der nächste Lift“ oder bei mir typisch „Kuck, Colorado Adventure! <3 „. Die alten Bahnen hatten eine Mischung aus Thrill (Drops) und Gemütlichkeit. Chiapas dagegen ist durchgehend rasant. Selbst die Strömungsgeschwindigkeit scheint hier deutlich schneller zu sein und durch die durchgehende Sounduntermalung wird eine ganz andere, spannendere aber auch weniger gemütliche Stimmung vermittelt. BEIDES ist in meinen Augen super, aber halt anders. U.a. deshalb ist Chiapas für mich kein direkter Nachfolger von den beiden Wildwasserbahnen, sondern etwas vollkommen Neues. Zumal das alte Log Flume Feeling durch die Bügel eh nicht ganz aufkommt. Es geht eher in Richtung Water Coaster. Das heißt für mich: Chiapas ist ein cooles Erlebnis, aber Stonewash Creek fehlt mir doch irgendwie...

Fazit:

Das klang jetzt etwas negativ, soll es aber nicht sein. Chiapas ist ein großer Spaß für die ganze Familie und nicht mit herkömmlichen Log Flumes zu vergleichen. Ein wenig mehr Höhe wäre nicht schlecht gewesen und vielleicht ein wenig mehr Darkride-Parts. Aber auch so sollte Chiapas – auch im Winter – auf keinen Fall ausgelassen werden!

Positiv:

- Lange Fahrt mit Abwechslung
- Durchgehende Thematisierung
- Tolle Sounduntermalung
- Überraschungen


Negativ:

- einengende Bügel
- Drops heben sich nicht von anderen Anlagen ab.


Talocan:

Gleich vorweg: Talocan gehört zu den Attraktionen, die ich nicht jedesmal fahre, wenn ich im Phantasialand bin, quasi so ähnlich wie bei der Schweizer Bobbahn im EP.^^

Trotzdem kenne ich die Attraktion und möchte gerne kurz berichten. Talocan ist ein fantastisch in Szene gesetzter Suspended Top Spin der Firma Huss, welcher 2007 an Stelle des Condors eröffnet wurde. Die Attraktion ist Fahrspaß und Show in einem, sogar eine extra Aussichtsplattform gibt es, wo Zuschauer dem wilden Treiben des Wettergottes Tlaloc folgen können. Es gibt zwei Seiten, die vordere Reihe sitzt Richtung Zuschauer und Effekte, die andere Seite Richtung Wand. Klingt erstmal langweilig. Doch abgesehen davon, dass die Wand liebevoll gestaltet ist, hat man auf dieser Seite einen echt tollen Head und Footchopper-Effekt! Ich bin erst einmal vorne gefahren. Da bekommt man die Feuer-, Wasser- Nebeleffekte etwas besser ab. Ich könnte aber nicht sagen, welche Seite ich favorisieren würde.

So, aber warum lies ich Talocan diesmal aus? Zum Einen ganz einfach, weil ich das Fahrgefühl von Talocan zwar nett finde, nett, aber jetzt halt nicht wirklich mehr und ich zudem die Zeit lieber mit Attraktionen nutzen wollte, die auch meine Begleitung fährt und die uns besser gefallen. Zumal ich Talocan auch noch etwas schmerzhaft in Erinnerung habe, was die Sitze angeht.^^

Beim nächsten Mal möchte ich aber doch wieder mit Talocan fahren, aber diesmal konnte mich Tlaloc einfach nicht locken.^^ Beim nächsten mal.

Da ich Talocan 2017 nicht gefahren bin. Gibt es auch kein Fazit.

Tikal:

Im Jahr 2011 eröffnete das Phantasialand mitten in der 720-Grad-Abschlusshelix von Colorado Adventure, an der Stelle des Smokey Mountain zwei der beliebten Zierer Türme. Passend dazu wurde der gesamte Bereich den sich Colorado Adventure und Tikal teilen neu gestaltet, aus dem Indianer-Dorf wurde ein schöner Bachlauf mit Wassertürmen, an denen der Geisterzug haarscharf entlang rast.

Die Tikaltürme bestechen neben der für mich konkurenzlosen Optik, durch ein extrem langes und spaßiges Fahrprogramm. Wer denkt, dass diese Attraktion nur für Kinder ist, sollte schleunigst die beiden Türme fahren, denn nicht umsonst wird es von manchen als „das bessere Mystery Castle“ bezeichnet. Die Türme machen mir auf jeden Fall sehr viel Spaß. Es hüpft und kribbelt im Magen und man hat einen traumhaften Blick auf die große Minenachterbahn. Ich wüsste nicht, wie man eine solche Attraktion groß besser machen kann. Eine echte Überraschung!



Positiv:

- Lange, abewechslungsreiche Fahrt
- Perfekte Einbindung zweier Attraktionen

Negativ:

- Wohl zu teuer für den Garten



Colorado Adventure:

Jeder der mich kennt, weiß, dass Colorado Adventure meine absolute Traumattraktion ist. Schon als Kind fand ich den wilden Zug, der plötzlich aus dem Berg rast und an irgend einer anderen Stelle wieder hinab taucht genial. Und auch heute hat sich daran nichts geändert, im Gegenteil. Obwohl ich mittlerweile mehr und mehr Attraktionen gefahren bin, macht mir keine so viel Spaß, wie der Mine Train, der 1996 vom niederländischen Attraktionsbauer Vekoma geschaffen und vom Phantasialand im Beisein von Michael Jackson auf den Namen Colorado Adventure – The Michael Jackson Thrill Ride getauft wurde.

Wenn ich jetzt alles aufzählen würde, was ich an dem Coaster so genial finde, würde das den eh schon dicken Rahmen sprengen. Jedenfalls zeichnet sich Colorado Adventure durch eine lange, extrem abwechslungsreiche und verschlungene Streckenführung mit vielen Geschwindigkeitswechseln, plötzlichen Drops, tollen Kräften und jede Menge Spaß aus!

Dazu kommen die kapazitätsstarken und wunderschönen Züge, deren Sitze zwar hart, aber genau passend zu einer wilden, unkontrollierten Fahrt durch die Colorado Mountains sind. Auch das Theming kann überzeugen, wenn auch zum Zeitpunkt meines Besuches der Wasserfall am dritten Lift nicht in Betrieb war. Ich hoffe, dieser wird wieder aktiviert.

Ansonsten wird es hier auch spannend, wie es thematisch weiter geht. Denn obwohl Colorado Adventure zum Themenbereich Mexico gehört und vor allem im Bereich der Schlusshelix (und in Verbindung mit Tikal) neu thematisiert wurde, erinnert doch der Großteil der Fahrt noch an den wilden Westen. Ich bin gespannt. Vor allem aber hoffe ich, dass das Phantasialand die Achterbahn weiter hin pflegen wird. Denn egal, wie viele Leute Taron und Black Mamba den Vorzug geben. Für mich ist die Colorado Adventure die Nummer 1. Alleine wenn ich schon an das irre Gefühl denke, welches bei den Drops, dem Durchrasen der Berge, den irren Helices entsteht – da kommt für mich bisher nichts anderes heran,w as ich an Attraktionen kenne! Auch das ganze Feeling, dass der Mine Train versprüht - für mich ein einmaliger Coaster, den ich x-mal fahren kann und trotzdem immer wieder ein tolles Kribbeln versprühe, sodass jede Fahrt besser als die Vorherige ist. Für mich auch ein wichtiges Kriterium bei einer Achterbahn!

Zum Schluss möchte ich auch noch erwähnen, dass es sich lohnt, verschiedene Sitzplätze auszuprobieren. In den vorderen Reihen hängt man richtig schön in der Abfahrt und bekommt dann einen richtigen Schub von hinten, wenn es in die Kurven geht. In der letzten Reihe gibt es Airtime und man wird schön in die Abfahrten gerissen, doch auch die mittleren Reihen haben ein tolles Feeling! Einfach ausprobieren!

Es mag sich wie ein Werbetext lesen, aber egal. Die Colorado Adventure ist wie für mich gemacht. Da könnte ich lange schwärmen. Sie macht alles richtig und nebenbei hat sie mit ca. 2300 Personen pro Stunde auch eine Top Kapazität. An unseren Besuchstagen hatte ich die Qual der Wahl, denn alle 16 Gates waren frei. So kam ich auf über 13 Fahrten. :)

Fazit: Für mich das Highlight von allen und ich hoffe, dass sie weiterhin im Park für viele lachende Gesichter sorgen wird. Es wird spannend, ob und was der Park mit ihr vor hat. Immerhin gibt es da noch den Wasserfall und die Frage, ob man weiterhin beim Thema Wilder Westen bleiben wird, oder es auch bei der Colorado-Bahn in Richtung Atzteken geht.

Positiv:

- lange, abwechslungsreiche Strecke
- schöne Thematisierung
- Mischung aus hellen und dunklen Abschnitten
- rasant und tolle Kräfte
- hohe Kapazität
- schöne Musikuntermalung

Sonstiges: Platz 1 bei den von mir gefahrenen Attraktionen
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Deep in Africa:


Afrika ist ein spannender Kontinent. Hier leben die berühmtesten Wildtiere. Elefanten, Löwen, Leoparden, Nashörner und und und. Daneben hat der schwarze Kontinent auch noch vielfältige Lebensräume von der Wüste, über die Savanne bis zum tiefen Dschungel einiges zu bieten. Kein Wunder, dass die Verantwortlichen des Phantasialands von diesem Kontinent – ich unterstelle es einfach mal – fasziniert waren. 2005 wurde für uns Fans bekannt, dass aus dem alten Mitarbeiterparkplatz ein großer neuer Themenbereich samt Inverted Coaster entstehen würde. Wie wild wurde spekuliert, die eigene Fantasie „angeworfen“ und die Vorfreude stieg und stieg... Warum ich dies schreibe? Weil ich noch ganz genau weiß, wie ich den Artikel bei Coastersandmore samt Artwork entdeckt habe und wie begeistert ich war, wohl bald mal eine Achterbahn mit Überschlägen fahren zu können. Und dann noch einen Inverter.

Die Vorfreude war berechtigt. Zwar ist der Bereich etwas eng geraten, was vor allem bei höherem Andrang zu Stress führt, doch die Umsetzung des Afrikas in Brühl kann sich mehr als nur sehen lassen. Die beeindruckenden Lehmbauten, die vielen Gewächse, die zigfachen Details, die Brücke über der schwarzen Schlange, ja und sogar ein Teil der vorher erwähnten Tierwelt, konnte ins Phantasialand gebracht werden. Aber keine Sorge, Löwen, Affen, Moskitos – das alles findet sich nur akustisch in Deep in Africa, aber die Soundanlage wurde so dermaßen perfekt integriert, dass ich wirklich meinen könnte, einem Löwen oder einem Pavian auf der Fährte zu sein.

Einzig das dichte Dschungel-Feeling möchte bei mir nicht so recht aufkommen. Es wirkt eher, als befände man sich in einem kleinen Dorf. Für einen großen Dschungel, ist es einfach noch nicht grün genug. Das soll aber nicht als Nachteil verstanden werden, wie gesagt: Das Feeling ist wirklich super und mir gefällt das bunte, sommerliche Afrika durchaus besser, als das dunkle (aber ebenfalls grandiose!) Klugheim.

Gefreut hätte ich mich noch über den ein oder anderen Animatronic, aber ich glaube, das Phantasialand wollte so autentisch wie möglich seine Interpretation von Afrika präsentieren und da würden die Figuren wohl nicht so wirklich zu den original afrikansichen Kunstgegenständen passen. Es seiden, sie wären wirklich täuschend echt. Ist aber nur meine Vermutung.

Perfekt abgerundet wird der Themenbereich übrigens seit 2008 durch das Hotel Village Matamba. Es schirmt die hässliche Straße und die Parkgrenze von der hinteren Seite perfekt ab und trägt maßgeblich dazu bei, dass auch Deep in Africa eine rundum gelungene Themenwelt ist.


Würdet ihr Animatronics für Deep in Africa passend finden?

Black Mamba:

Der B&M Inverted Coaster rauscht seit 2006 durch den Themenbereich und war die erste Achterbahn des Phantasialands mit Überschlägen. Wie vorhin schon erwähnt, war ich sehr gespannt, als ich im Internet von der Neuigkeit erfuhr. Es war auch gleichzeitig, eine der ersten Attraktionen, wo ich den Bau von Anfang an via Internet mitbekommen habe.

Der Wartebereich der Black Mamba offenbart eine große Stärke und eine große Schwäche des Phantasialands. Die große Stärke, das Theming kommt auch hier wieder zum Vorschein. Die Warteschlange ist schier endlos, aber abwechslungsreich. Durch verschiedene Gebäude, vorbei an Felsen, über Brücken und Wasserfälle. Und immer wieder ist etwas von der Black Mamba zu sehen. Sogar Near Miss Effekte, wie Krokodile, die man bei der Fahrt nur flüchtig wahrnimmt, können hier bereits in Ruhe begutachtet werden. Leider wird im Wartebereich auch eine große Schwäche des Parks deutlich: Die Honks. Am Schluss, kurz bevor es in die Station geht, wartet ein kleiner und eigentlich wunderschön gestalteter See auf die Besucher. Leider aber gibt es so viele Idioten, die meinen sich ihres Mülls in ebenjenen entledigen zu müssen. Furchtbar, einfach furchtbar! Nicht nur hier würde ich mich über Parkranger freuen, die offen auftreten und wenigstens einen oder zwei von solchen Taten abhalten würden. Ich weiß auch noch, als wir 2006 mit der Mamba das erste Mal gefahren sind und ein Felsen schon so beschädigt war, dass das Drahtgeflecht sichtbar wurde... Leider wird es solche Deppen wohl immer geben.

Aber zurück in die Gegenwart. Zwar war auch der See diesmal nicht sehr ansehnlich, aber die Felsen waren repariert und der Andrang recht gering. So kam es, dass wir in kurzer Zeit in der stimmungsvollen, dunklen Station eintraten. Fledermäuse sind zu vernehmen. Dunkle Farben bestimmen das Bild. Heiße Trommelrhythmen begleiten die Züge hinaus aus der Station.

Vor der Höhle haben wir die Wahl für die erste oder für alle anderen Reihen. Die Black Mamba ist tatsächlich die einzige Achterbahn, wo ich die erste Reihe am besten finde. Nur hier kommen die ganzen Mühen des Parks, die Mamba in den Themenbereich zu verbuddeln zu voller Geltung und der First Drop hat auch ordentlich Druck. Dafür ist die First-Drop-Einfahrt in der letzten Reihe rasanter..

Die Fahrt selbst führt 26 Meter hinaus, der First Drop geht 27 Meter in die Tiefe. Danach folgt der „Überschlagsteil“ der Achterbahn. Looping, Zero-G-Roll (ein tolles Element!), Inclined Immelman und zwei Wingover, dann geht es in den sehr g lastigen Teil der Bahn. Gerade die Helix am Schluss drückt ordentlich und ab geht es ins Schwarze! Wenn nicht durch die G-Kräfte, dann spätestens durch die Abschlussbremse, denn die lauert in völliger Dunkelheit, ist aber sanft wie ein Kätzchen.

Fazit:

Tja, was soll ich sagen. Für mich ist Black Mamba eine der besten Attraktionen und belegt den dritten Platz. Die Bahn ist toll thematisiert (kleine Ausnahmen, wie die Kurve vor dem Lift und die ein oder andere Pfütze), wird vom Themenbereich regelrecht verschluckt. Die Fahrt ist relativ kurz, aber abwechslungsreich und kraftvoll mit einer hohen Durchschnittsgeschwindigkeit. Highlights sind hier für mich der First Drop und die Zero-G-Roll. Die Schulterbügel trüben den Fahrspaß aber etwas. Zwar schlägt die Bahn nicht wirklich, dennoch gibt es durchaus mal den ein oder anderen Schubser gegen den Bügel und dieser engt doch ziemlich ein.

Positiv:

- tolle Thematisierung, inklusive Sounduntermalung
- schöner First Drop
- spaßige Zero-G-Roll
- hohe Durchschnittsgeschwindigkeit
- sehr gut thematisierter Wartebereich


Negativ:

- Schulterbügel
- etwas kurze Fahrzeit


Sonstiges: Platz 3 bei den von mir gefahrenen Attraktionen (Stand Februar 2018)


Nun habe ich Euch die Attraktionen, die wir 2017 erleben können, aus meiner Sicht vorgestellt. Natürlich bietet das Phantasialand noch viel, viel mehr. Ihr müsst es einfach selbst erleben. Man kann viel schreiben und doch nichts „zeigen“.

Wir hatten jedenfalls unseren Spaß im Phantasialand. Die ersten beiden Tage waren sehr leer, am dritten Tag wurde es dann voller, aber auch hier ging alles recht gut voran. Das Wetter war auch in Ordnung, hätte für meinen Geschmack aber ruhig noch wärmer sein können. Nachdem wir nach einem tollen Tag, den Park verließen, wartete auch schon unser Hotel auf uns, zu dem ich ebenfalls noch etwas schreiben möchte.


Hotel Village Matamba:

Das Hotel Matamba entführt noch tiefer in die afrikanische Welt. Schon beim Betreten fühlt man sich in Afrika – zumindest stelle ich mir Afrika so vor. Aber auch meine Mutter, welche schon in Kenia war absolut begeistert. Das fängt schon in der Lobby an. Man kommt von der hässlichen und lärmigen Straße und aller Lärm wird geschluckt und ist Vergangenheit. Die Wohlfühlatmosphäre schlägt sofort zu oder um es gemütlicher zu sagen: Die gemütliche warme Afrika-Decke umschlingt den Gast.

Wie bereits zu Anfang geschrieben, verlief das Einchecken problemlos. Die Mitarbeiter sind freundlich und herzlich – leider nicht selbstverständlich, dazu aber unten mehr. Die Zimmer sind einfach fantastisch und sehr üppig thematisiert und das Bad – so ein Bad wünsche ich mir für daheim!

Der Garten entschleunigt alle Seelen und man hat die Möglichkeit, den ganzen Urwaldklängen in aller Ruhe, ohne Menschenmassen zu lauschen und von den äußeren Treppen ergibt sich ein fabelhafter Blick auf das Hotel Village, samt Black Mamba und Deep in Africa und wenn z.B. morgens oder abends die ersten bzw. letzten Züge über die Strecke rauschen, ist das Urlaubsglück beinahe perfekt. Unser Zimmerblick war jetzt nicht so besonders (Richtung Hotel-Eingang), da gibt es sicher bessere. Mein Traum wäre ja mal ein Zimmer mit Blick auf Colorado Adventure. <3 Der Mine Train ist übrigens auch manchmal hörbar, vor allem die Rücklaufsperre, vor der Abschlussbremse. Traumhaft!

Das Essen im Buffet-Restaurant Zambesi hat wunderbar geschmeckt. Zebra, Baramundi, Krokodil – lecker! Auch die Nachspeisen waren prima. Wenn ihr im Hotel Matamba seid, lasst Euch das auf keinen Fall entgehen!

Gleiches gilt auch für das üppige Frühstücksbuffet, welches weniger exotisch, aber ebenfalls total lecker daher kommt.

Einzig bei den Getränken muss ich meckern. Die Mini-Cola-Flaschen sind für den Durst eher sowas, wie der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein.

Ansonsten aber kann ich das Hotel Matamba und das Zambesi absolout empfehlen. Ähnliches gilt auch für die Bar Jafari, wo wir leckere Cocktails genießen durften – für mich alkoholfrei. Nettes Personal und eine wohlige Atmosphäre sorgen für einen gelungenen Ausklang nach einem actionreichen Parkbesuch.

Wie Eingangs erwähnt, finde ich das Hotel Ling Bao und das Hotel Matamba prima. Beide haben ihre Vorteile und beide haben ihre kleinen Schwächen. Gemeinsam mit den bisher von mir besuchten Europa-Park-Hotels, gehören sie aber zu den schönsten Hotels, die ich bisher besuchen durfte.

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Li River Bar:

Die Li River Bar im Hotel Ling Bao wurde von uns auch besucht, da die Dragon Bar an dem Tag geschlossen war. Die Bar selber ist ähnlich gemütlich, wie die Jafari-Bar im Hotel Matamba, wenn auch freilich auf ganz andere (thematische) Art. Kurz gesagt, auch hier gibt es leckere Cocktails, mit und ohne Alkohol und auch hier kann man herrlich entspannen und die Seele baumeln lassen. Einziges Ärgernis war allerdings das ziemlich zickige Personal, welche den Abend über ständig untereinander im Klinsch zu liegen schien. Da wurde über Kollegen hergezogen und sich gegenseitig angemacht. Extrem unprofessionell! Das ging sogar so weit, dass ein Gast meinte: „Könnte ich noch ein Bier haben? Ich würde es mir auch selber holen.“ Bei dem Gast schwang zwar Ironie mit, aber man merkte schon, dass wir nicht die Einzigen waren, denen die schlechte Stimmung unter den Servicekräften auffiel. Schade, denn es hat die Atmosphäre schon sehr beeinträchtigt. Aber gut, jeder hat mal einen schlechten Tag... Und zu uns Gästen waren sie trotzdem freundlich, aber untereinander, naja...


Personal:

Die Freundlichkeit und Arbeitsweise des Personals schwankte von unprofessionell bis hin zum Top-Mitarbeiter.

Wie schon erwähnt fiel das Personal in der Li River Bar extrem negativ auf. Etwas besser, wenn auch nicht wirklich gut war das Verhalten im Annies Himmelreich. Erst mal den Ratsch beenden, bevor man sich zu den Gästen bemüht. Man fühlte sich eher wie ein Störenfried, als ein Gast. Die Bedienung war auch eher überheblich, als herzlich. Auch hier waren wir nicht die Einzigen, die nicht sehr zufrieden mit dem Personal waren. Auch zwei junge Frauen uns gegenüber mussten ziemlich lange warten...

Aaaaaaaber: Das waren zwei große Ausnahmen im Park, denn die Mitarbeiter im Hotel Matamba, an der Rezeption des Hotel Ling Bao, im Mandschu und in den anderen von uns genutzten Einrichtungen des Phantasialands waren höflich, effizient und ja einfach toll und die Mitarbeiter an den Attraktionen sind für mich sowieso ein Musterbeispiel für Mitarbeiter. Der Ride Operator bei Colorado Adventure, den ich vom Sehen hier schon seit Jahren „kenne“, fertigt schnell ab und kann super mit den Besuchern umgehen. Immer freundlich, sogar mal ein Scherz und ja, einfach super. Das gilt auch für die anderen Mitarbeiter an den Attraktionen, zu unserer Besuchszeit. Überall wurde schnell und effizient abgefertigt. Nirgends ein Granteln oder ein böser Blick – da kann der EP sich ein Scheibchen abschneiden. Überall fühlte ich mich wohl und darauf haben die Mitarbeiter wirklich großen Einfluss!

Bis auf die oben erwähnten Negativbeispiele kann ich dem Personal des Phantasialands eigentlich nur gute Noten bescheinigen. Ich hoffe, dass ich das auch beim nächsten Mal wieder sagen kann. Danke Phantasialand! :)

Das Phantasialand ist einfach ein genialer Themenpark. Das muss ich einfach sagen und tue dies auch mit Freude, Natürlich gibt es im Park auch etwas zu meckern. Natürlich könnte hier und da noch was verbessert werden und natürlich stört der Zustand z.B. der Darkrides das Erlebnis etwas, aber im Großen und Ganzen ist das Phantasialand einfach prima. Also liebes Phantasialand: Weiter so! Und bitte kümmert Euch auch noch um Eure älteren Attraktionen!

So ging dann auch der letzte Tag im Park schnell zuende. Ach, Urlaube sind immer so schnell vorbei. Aber ein Highlight – in Form des Rückfluges – kommt ja noch. :)

Rückflug – von Konrad Adenauer zum Franz Josef Strauss Airport:


Zurück am Flughafen Köln/Bonn durch die Sicherheitskontrolle und zum Gate. An dieser Stelle ein riesiges Lob an die Leute von der Sicherheitskontrolle in Köln! Sehr freundlich und dennoch zügig und professionell. Kein Vergleich zu München, wo man schon ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn man grüßt...

Am Gate angekommen, warteten wir dann schon auf unseren Airbus. Diesmal sollte es ein A319-100, der kleinere Bruder des A320 sein. Doch ganz so einfach war es dann doch nicht. Irgendwann erschien der Captain und informierte uns, dass die A319 einen technischen Defekt hat, dieser geprüft und von der schnellen Technik hier in Köln repariert werden würde. Naja, um es kurz zu machen: Die Treibstoffförderpumpe konnte nicht repariert werden. Der Flug fiel aus und die Passagiere, die einen Langstreckenflug via MUC gebucht hatten, mussten teilweise über andere Flughäfen fliegen.

Wir hatten Glück. Die Lufthansa buchte uns direkt auf den nächsten Flug (etwa 2 Stunden später) um. Leider mussten wir erneut einchecken und durch die Sicherheit. Auch hier wieder, die netten Mitarbeiter: „Sie wollen bei uns bleiben?“ oder so in etwa. Hihi.

Wieder am Gate (müsste eh das Gleiche gewesen sein), war die A319 dann schon weg. Später rollte dann unsere Abholmaschine herein. Diesmal ein A321-200. Der große Bruder des A319 und A320, mit dem ich glaub ich noch nie geflogen bin. Eingestiegen in den eleganten Airliner mit dem langen Rumpf, Platz genommen (nach dem dieser erst besetzt war...) und einen weiteren tollen Flug genossen. Für mich als Fan einfach toll. Die IAE V2500 Triebwerke beschleunigten uns auf die Startgeschwindigkeit und ab ging es zurück nach Bayern. Die A321 war übrigens nicht allzu voll. 200 Sitze sind in der Lufthansa-Bestuhlung vorhanden. Sehr komfortabel, wie ich finde. :)

Der Pilot hat sich dann noch entschuldigt, aber betont, dass wir jetzt „in einen schönem und auch funktuinierendem A321“ sitzen (ganz genau, hab ich die Durchsage nicht mehr im Kopf). Es gab wieder einen Snack und Getränke und nach gut 40 Minuten, ging es dann wieder runter und wir hatten bayerischen Boden unter den Füßen. Ein toller Ausklang zu einem tollen Urlaub!


Ich kann eigentlich nur positives über den Flughafen Köln/Bonn berichten. Es waren unsere ersten Aufenthalte dort und bis auf einen Wasserhahn, der kochend heißes Wasser ausgab, konnte ich nichts negatives berichten. Die erneute Sicherheitskontrolle war natürlich etwas lästig, aber Sicherheit geht vor! Insgesamt ein freundlicher und (nach einiger Zeit^^) auch übersichtlicher Flughafen – sehr gut!

Ähnlich bei der Lufthansa. Wir wurden schnell und unkompliziert auf den nächsten Flug umgebucht. Die Crews waren freundlich, die A320 und A321 sehr sauber und die Flüge pünktlich. Auch die Informationspolitik war prima. Wir wurden immer auf dem Laufenden gehalten.

Der Münchner Flughafen ist einfach wunderschön und strahlt richtig, so modern und sauber ist es innen, zumindest zum Großteil. Negativ kann ich nur die mürrischen Mitarbeiter an der Sicherheitskontrolle anmerken, aber jeder hat mal schlechte Tage. War halt ein starker Kontrast zu Köln. Ich war ja schon positiv von der Freundlichkeit in Tegel überrascht, aber hier war es sogar noch angenehmer.

Alles in allem kann ich die Lufthansa für die Kurzstrecke auf alle Fälle empfehlen, auch wenn es natürlich günstiger geht. Aber wir hatten auch nicht viel Auswahl, mit den Tagen und der Zeit usw...




Zum Schluss:

Jetzt habt ihr es geschafft, der Bericht ist fast aus. Abschließend noch ein paar Dinge, die ich noch erwähnen möchte. Erstmal tut es mir Leid, dass der Bericht so lange auf sich warten lies. Auf der einen Seite, war bei mir (auch beruflich) einiges los, eine neue und durchaus anstrengende Zeit, aber gleichzeitig auch wieder mehr Sicherheit.

Auf der anderen Seite hab ich den Aufwand eines Berichtes mal wieder total unterschätzt. Ich hätte natürlich Fotos machen könne und ein, zwei Sätze zu den Attraktionen schreiben können. Da es baer hier im Board mein erster Phantasialand-Bericht ist, wollte ich Euch das Phantasialand und die Flüge einfach näher bringen und beschreiben. Der nächste Bericht aus Brühl dürfte deutlich schlanker werden.

Erwähnen möchte ich noch, dass der Urlaub, der hier beschrieben wird, im Mai 2017 war und daher der Bericht nicht mehr wirklich aktuell ist. Vielleicht haben sich die Kritikpunkte inziwschen (z.T.) aufgelöst, vielleicht auch nicht. Wie auch immer: Fahrt ins Phantasialand, macht Euch selbst ein Bild und erzählt dann, wie es Euch gefallen hat.

Ich hoffe, ich könnte Euch ein wenig unterhalten und Euch ein wenig Lust aufs Fliegen und auf das Phantasialand machen. Lob und Tadel sind wie immer erwünscht, ebenso wie Fragen. Ach und besonders freuen würde ich mich, wenn ihr die Fragen unten noch beantworten würdet, sofern ihr wollt.

Jetzt hoffe ich, dass das mit den Bildern noch klappt und sage ich schonmal tschüss. Bis zum nächsten Mal! :)


Abschließend nochmals alle Fragen an Euch untereinander aufgelistet:


Wie sind Eure Erfahrungen mit Lufthansa auf der Kurz-/ Mittel- oder Langstrecke?

Wisst ihr, was es mit dem Weg durch den Looping im Hotel Matamba wirklich auf sich hat?

Welche Achterbahn ist für Euch am besten für Einsteiger geeignet?

Welche Reihe gefällt Euch bei Taron am besten?

Fear oder Force – welche gefällt Euch besser?

Was haltet ihr von interaktiven Darkrides?

Würdet ihr Animatronics für Deep in Africa passend finden?
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Wayn0r
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Beitrag Re: Airtime in mehrfacher Hinsicht - Phanatasialand-Urlaub im Mai 2017 »

Respekt für den Bericht. Hammer.


Die Tür am Looping der Black Mamba müsste tatsächlich der ursprünglich geplante Hotel Eingang sein. Aber so wirklich weiß niemand, warum er nicht umgesetzt wurde. Finde ich auch sehr schade. Ich denke, dass man es heute anders machen würde. Mamba und das Hotel stammen ja noch aus der Zeit, wo ich das PHL noch nicht mit der heutigen extremen Perfektion verbunden habe. Da gab's ja öfters Dinge, die man nicht ganz fertiggestellt hat.

MineTrainFan
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Beitrag Re: Airtime in mehrfacher Hinsicht - Phanatasialand-Urlaub im Mai 2017 »

Danke für das Lob. Das Bild ganz unten stammt übrigens noch vom Hinflug - also bitte nicht wundern. :D

Ja, das mit dem Looping-Tor ist schon mysteriös. Aber wir werden es wohl eh nie erfahren.
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Apfelstrudel
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Beitrag Re: Airtime in mehrfacher Hinsicht - Phanatasialand-Urlaub im Mai 2017 »

Danke für den schönen Bericht und die Arbeit, die du da reingesteckt hast! Das Lesen hat mir viel Spass gemacht und da ich das Phantasialand gut kenne, konnte ich mich richtig reinversetzen =D> :D Ich werde ihn bestimmt noch öfter lesen, wenn ich Phantalandsehnsucht hab :thanks: Super unterhaltsam geschrieben!
Ich finde deine Begeisterung für Colorado Adventure toll, wir alle haben doch Attraktionen die uns besonders am Herzen liegen und denen wir immer treu bleiben. In meinem Falle ist das Lethal Weapon Pursuit ( Cop car chase) im MP die ja leider abgerissen wurde.
Im Gegensatz zu dir mag ich Schulterbügel, nur damit fühl ich mich sicher. Bei Blue Fire hatte ich immer Angst rauszufallen, das mag ich nicht. Dann lieber schön eingepackt :lol:
Ich finde jeden Bereich auf seine Art super, früher möchte ich DiA am liebsten, aber auch China und Mexiko sind wunderschön. Berlin mag ich auch sehr gern. Klugheim ist beeindruckend umgesetzt, keine Frage, aber mir persönlich zu düster.
Mir fehlen die alten Sachen auch, ich bin sehr gern mit den gemütlichen Stonewash und Wildwash Creek gefahren. Auch der Jet und die Mayastation fehlen mir. Aber der für mich grösste Verlust ist die Gondelbahn 1001 Nacht. Generell wünsche ich mir wieder mehr ruhige Attraktionen im Phantasialand. Ich bin sehr froh, dass es die Geister Rikscha und HT noch gibt!
Die Hotels liebe ich auch, nächstes Jahr möchte ich nach 3x Ling BAO auch mal im Matamba übernachten.

Jetzt zu deinen Fragen:
1. Da hab ich keine Erfahrung, ich fliege nicht :wink:
2. Leider weiss ich darüber auch nichts, meine aber, dass der Zugang am Anfang mal wirklich genutzt wurde...
3. Ich würd sagen Totnh
4. Ich fahre zu meinem Bedauern seit ein paar Jahren aus gesundheitlichen Gründen nur noch "harmlose" Attraktionen und kann daher zu Taron nichts sagen.
5. Ich bin früher immer lieber Fear gefahren, aber beide sind wahnsinnig toll!
6. Wie du bevorzuge ich klassische Darkride, aber ein interaktiver zwischendurch ist okay.
7. Wenn sie gut sind, fände Ich das einen Mehrwert.
A Dream is a wish your Heart makes

Lebe lustig, lebe froh - wie der Mops im Haferstroh :D

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Beitrag Re: Airtime in mehrfacher Hinsicht - Phanatasialand-Urlaub im Mai 2017 »

Vielen Dank für deinen lieben Kommentar. :D

Oh, das ist echt schade, dass dein Favorit schon abgerissen wurde. :(

Freut mich, dass Dir der Bericht gefällt und ich Dich unterhalten konnte. :D
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Beitrag Re: Airtime in mehrfacher Hinsicht - Phanatasialand-Urlaub im Mai 2017 »

Wow! Das nenne ich mal einen gelungen Bericht. Schön ausführlich auch wenn das mit den Bildern natürlich leider etwas blöd gelaufen ist.

Trotzdem vielen dank für deine Mühe und für diesen dennoch super Bericht! =D>
Ruhe in Frieden. Luna (16) 🐈

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