[25.05.20] Bericht mit Roland Mack über die aktuelle wirtschaftliche Situation - Handelsblatt

Hier findet ihr alle Presseberichte die den Europa-Park und seine Neuheiten direkt betreffen.
mps
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Beitrag [25.05.20] Bericht mit Roland Mack über die aktuelle wirtschaftliche Situation - Handelsblatt »

Hier mal ein Bericht, der nochmals sehr gut die aktuelle wirtschaftliche Lage des Europa-Parks wieder gibt. Beeindruckend sind alleine schon die Stromkosten in Höhe von 10.000€ pro Tag im Leerlauf. Unglaublich wenn man bedenkt, dass sämtliche Klimaanlagen in den Hotels und Shops aus sein dürften, die Beleuchtung reduziert sein dürfte, die Attraktionen nicht fahren und Küchengeräte weitestgehend abgeschaltet sind.

Außerdem wird erwähnt, dass eine Investitionssumme von knapp 40 Millionen Euro bereits verschoben wurde.

Hier geht es zum Bericht: https://app.handelsblatt.com/unternehme ... WrJq0J-ap3

ThalainTheCat
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Beitrag Re: [25.05.20] Bericht mit Roland Mack über die aktuelle wirtschaftliche Situation - Handelsblatt »

Ich habe mal gelesen, dass die Stromkosten von Einrichtungen wie Freizeitparks nicht nur nach Verbrauch in kWh gehen sondern auch nach der Spitzenlast, da die die gesamte Infrastruktur des Anschlusses und der benachbarten Schaltwerke belastet. Deshalb haben Bahnen wie die Blue Fire oft Zwischenspeicher, mit denen die Spitzenverbräuche der Abschüsse auf eine längere Zeit verteilt werden und Parks / Bahnen mit mehreren solchen Verbrauchern werden synchronisiert, um diese nicht gleichzeitig zu aktivieren.

Die gebuchte Spitzenlast geht natürlich beim Stillstand nicht zurück. Wenn das Tarifmodell beim EP auch gilt könnten sie alles herunterfahren, den Hauptschalter umlegen und hätten immer noch sehr signifikante Kosten.
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Skerpla
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Beitrag Re: [25.05.20] Bericht mit Roland Mack über die aktuelle wirtschaftliche Situation - Handelsblatt »

Das sind ja mal harte Zahlen, die Stromrechnung möchte ich nicht tragen.
Die Investitionssumme hätte locker den nächsten Coaster und Themenbereich abgedeckt. Aber lieber verschieben, als insolvent gehen.
Bin froh, wenn der Park irgendwann überhaupt wieder regulär auf macht, meinetwegen erst in 10 Jahren die nächsten Neuheiten. Jetzt begreift man erst mal, was wäre, wenn es den Park plötzlich nicht mehr gäbe.

ThalainTheCat
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Beitrag Re: [25.05.20] Bericht mit Roland Mack über die aktuelle wirtschaftliche Situation - Handelsblatt »

Wobei "nicht mehr gäbe" als Insolvenzresultat natürlich relativ wäre. Irgendein Geier würde sich drauf stürzen, weil der Park als aktives Unternehmen ein Vielfaches von dem wert ist, als wenn man versuchen würde, Teile zu liquidieren. Die Hotels sind ohne den Park an sich fast wertlos, die Anlagen im Park würden im Verkauf auch fast nichts bringen.

Das Problem wäre natürlich nur, dass ein Europapark ohne die Macks sehr schnell kein Europapark mehr wäre. Da hätte man dann vielleicht noch ein oder zwei Jahre ein halbwegs authentisches Erlebnis, bis sich dann so viel geändert hat, dass es nur noch dem Namen nach der EP ist...
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EPFAN75
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Beitrag Re: [25.05.20] Bericht mit Roland Mack über die aktuelle wirtschaftliche Situation - Handelsblatt »

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jens27
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Beitrag Re: [25.05.20] Bericht mit Roland Mack über die aktuelle wirtschaftliche Situation - Handelsblatt »

Ich drücke der Familie Mack jedenfalls die Daumen, dass diese schwierige Zeit überstanden wird und es dann wieder erfolgreich weiter geht. Jeder Besucher kann ab dem 29.05.2020 dazu beitragen. Und wer es sich finanziell erlauben kann, sollte eben auch mal auf sonst Mitgebrachtes verzichten und die Gastronomie und Shops vor Ort nutzen, falls das nicht ohnehin schon gemacht wird.
Jetzt hat hoffentlich endlich jeder erkannt, dass die aktuelle Situation ernst ist. Und nur als Familienbetrieb mit Qualität und Tradition kommt das authentische Europa-Park Erlebnis zustande.

ThalainTheCat
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Beitrag Re: [25.05.20] Bericht mit Roland Mack über die aktuelle wirtschaftliche Situation - Handelsblatt »

Eigentlich die noch schlimmere (implizite) Aussage aus dem Artikel bezieht sich nicht auf den Europa-Park, sondern auf den Rest der Parklandschaft in Deutschland und Europa.

Wenn die Krise schon für ein super solides Unternehmen, das mal "so nebenher" im Jahr nach einer Rekordinvestition einige hundert Millionen Euro in der Reserve hat (wie Roland Mack ja selbst erwähnt) existenzbedrohend ist, was ist denn dann mit all den anderen Parks?

Selbst wenn es dem EP noch relativ gut geht, muss Roland Mack das natürlich thematisieren und vielleicht auch ein wenig dramatisieren - es hängt ganz abgesehen vom Park selbst einfach zu viel dran. Ganze Ortschaften wären schlagartig Armenhäuser, wenn der EP ausfiele.
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Beitrag Re: [25.05.20] Bericht mit Roland Mack über die aktuelle wirtschaftliche Situation - Handelsblatt »

Es klang ja schon in einem anderen Interview an, dass die Lage ernst ist, hier wird das Ganze nun nochmals deutlicher. Auch wenn ich die Omnipräsenz der Macks in den letzten Jahren teilweise etwas zu viel des Guten fand, wünsche ich Ihnen doch, dass sie diese Krise überstehen. Denn Eines ist klar: Der Europa-Park ist das Lebenswerk der ganzen Familie und ich möchte mir nicht vorstellen, was aus ihm werden würde, wenn er von einem Konzern übernommen würde, der dann tatsächlich nur noch auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist. Bei den ganzen Mühen und der Arbeit, die Familie Mack über Generationen in den Park gesteckt haben wäre dies ein bitteres Ende für das Unternehmen und das wünsche ich ihnen auf keinen Fall.
Dass Corona jetzt ausgerechnet kurz nach Eröffnung von Rulantica zugeschlagen hat, gab mir auch schon zu denken. Ungünstiger hätte das nicht laufen können. Wenn es schon für den Europa-Park so ernst ist, frage ich mich auch, wie schlimm die Lage bei anderen Parks ist. Da gibt es ja einige, die schon zu normalen Zeiten sehr aufs Geld achten mussten.
Wollen wir hoffen, dass sich die jetzt getroffenen Vorsichtsmaßnahmen bewähren und idealerweise darauf aufbauend auch die Besucherkapazitäten nach oben angepasst werden können, damit sich die Lage baldmöglichst weiter entspannt.
Bisher besuchte Freizeitparks:
Phantasialand, Efteling, Movie Park Germany, Holiday Park, Legoland Günzburg, Allgäu Skyline Park, Europa-Park, Disneyland Paris, Walt Disney Studios, Gardaland

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Beitrag Re: [25.05.20] Bericht mit Roland Mack über die aktuelle wirtschaftliche Situation - Handelsblatt »

Ich bin gleicher Meinung wie jens27 es am 25.05.2020 um 21:12 h geschrieben hat.
Unterstützt doch den Park. Kauft statt mit der Clubkarte den Park zu betreten einen regulären Eintritt. Sind wir mal Ehrlich. Jeder hat sicher schon die 4 bis 5 Besuche mit der Clubkarte hinter sich um diese als "gedeckt" oder "ausgelastet" zu haben. Es sind zwar nur 55 Euro pro Nase, aber ich Glaube fest daran, das diese Gesamtsumme den Park unterstützt.
Zusätzlich kann ja jeder eine Emotion Karte kaufen. Ladet dort doch den Betrag drauf, den ihr in diesem Jahr für den Park geplant hättet. Könnt diese Karte ja dann 36 Monate nutzen.

Wie ich auf diese Idee komme? Ganz einfach; ich habe in der Schweiz ein Friseursalon. Als in der Schweiz wegen der Corona Krise die Geschäfte schliessen mussten, habe ich einen Teil der Kunden angeschrieben und ihnen Gutscheine verkauft (beim EP wären dies die Emotion Karte). So haben die Kunden mir bis zu einen halben Monatsumsatz eingegeben. Habe aber meine Kunden angeschrieben, den Gutschein nicht sofort einzulösen. Sonst verschiebt man nur den Schuldenberg. Bis jetzt haben sich die Kunden drangehalten, die Gutscheine nicht sofort einzulösen.

Also ich werde in den nächsten Tagen eine Emotionkarte mit 500 Euro kaufen (obwohl ich noch eine mit über 100.-- Euro habe).

Skerpla
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Beitrag Re: [25.05.20] Bericht mit Roland Mack über die aktuelle wirtschaftliche Situation - Handelsblatt »

Ich werde auch so viel wie möglich investieren - das Freizeitpark-Budget für dieses Jahr liegt bei knapp 800€, und die werden wohl eher weniger regulär ausgegeben.
Dann esse ich im Park eben etwas mehr / teurer und werde ebenfalls eine weitere Emotions-Karte anlegen.

Wie bereits erwähnt, der Park macht in Rust wirklich einiges aus. Bei z.B. dem Phantasialand ist ja wenigstens noch ein wenig Wirtschaft drumherum, aber Rust wäre wohl wirklich ein Armenviertel.

Bin gespannt, ob der Park im worst case noch Unterstützung von Mack Rides bekommen würde, oder ob die Unternehmen dann auch weiterhin abgegrenzt bleiben, zur Schadensregulierung.
Von daher finde ich es gut, dass die Macks sich rechtzeitig weitere Standbeine aufbauen konnten.

Willyviper
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Beitrag Re: [25.05.20] Bericht mit Roland Mack über die aktuelle wirtschaftliche Situation - Handelsblatt »

Ich habe mal gelesen, dass die Stromkosten von Einrichtungen wie Freizeitparks nicht nur nach Verbrauch in kWh gehen sondern auch nach der Spitzenlast, da die die gesamte Infrastruktur des Anschlusses und der benachbarten Schaltwerke belastet. Deshalb haben Bahnen wie die Blue Fire oft Zwischenspeicher, mit denen die Spitzenverbräuche der Abschüsse auf eine längere Zeit verteilt werden und Parks / Bahnen mit mehreren solchen Verbrauchern werden synchronisiert, um diese nicht gleichzeitig zu aktivieren.
Ich hoffe mal es ist nicht zu sehr Offtopic. Normale Haushaltskunden zahlen tatsächlich nur die genutzten kWh. Je nach Anschluss kann aber bei einer Verstärkung (größere Hausanschlussicherung) ein sogenannter Baukostenzuschuss (BKZ) fällig werden. Die Kosten muss jeder Netzbetreiber veröffentlichen. Bei Kunden die über 100.000 kWh im Jahr verbrauchen oder in höheren Spannungsebenen angeschlossen werden wird eine RLM Messung (Registrierende Lastgangmessung) eingebaut. Da sieht der Netzbetreiber genau wie viel Leistung zu welchem 15Min Mittelwert verbraucht wird. Bei solchen Anschlüssen wird ebenfalls ein Baukostenzuschuss fällig, der abhängig von der Leistung ist. Die meisten Industriebetriebe versuchen daher die Lastspitze mit einem Lastmanagement möglichst nicht zu hoch werden zu lassen. Dies wäre zum Beispiel so, dass wenn BlueFire einen Launch fährt, bei Silverstar und Wodan kein Zug auf dem Kettenlift ist. Für den Netzbetreiber hat das den Hintergrund, dass die Infrastruktur auf die maximale Bezugsleistung im n-1 Fall ausgelegt werden muss. N-1 bedeutet dabei, dass auch noch ein Betriebsmittel (Leitung etc.) ausfallen kann und trotzdem die Versorgung gesichert werden muss. Wenn ich zum Beispiel einen Kunden habe, der bis auf einen 15 Minuten Wert im Jahr vielleicht nur 100W in seiner Anlage benötigt, aber die eine Viertelstunde 100kW, dann muss ich den Anschluss auf 100kW auslegen und das wäre dann auch die BKZ pflichtige Leistung.

Gruß
Christian

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