Fuji-Q Highland, Japan August 2016

Hier könnt ihr eure Erlebnisse aus anderen Parks vorstellen!
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DarkUser089
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Fuji-Q Highland, Japan August 2016

Beitragvon DarkUser089 » Mi 14. Dez 2016, 05:54

Ich befinde mich aktuell mit meiner Freundin auf Weltreise. Als grosse Freizeitparkfans besuchen wir auf unserer Weltreise auch ein paar wenige Parks.

Auf unserer Reise durch Japan sind wir dann natĂŒrlich auch im Fuji-Q Highland gelandet. Ich bin generell ein kleiner Hobby Fotograf aber in Freizeitparks lasse ich dies komplett sein, da ich mich voll und ganz auf die FreizeitpĂ€rke konzentrieren will. Ich werde im Grunde jeden Park den wir besucht haben nach folgendem Schema beschreiben:

Parkbeschreibung aus Wikipedia
Erlebnisbericht von Park, sobald ich eine Attraktion besuche wird die Attraktion mit einem kleinem Bild aus Google/offizieler Seite sowie paar kurze Daten zur Attraktion und meine Meinung dazu beschrieben.
Schlussfazit mit Bewertung und kleinem Feedback zu den Themen Essen, Organisation, Attraktionen und Gesamtbewertung.


Fuji-Q Highland

Fuji-Q Highland (jap. ćŻŒćŁ«æ€„ăƒă‚€ăƒ©ăƒłăƒ‰, FujikyĆ« Hairando), seltener auch FujikyĆ« Highland, ist ein Freizeitpark in Fujiyoshida, PrĂ€fektur Yamanashi, Japan. Er gehört zur Unternehmensgruppe der Eisenbahngesellschaft Fuji KyĆ«kƍ, kurz FujikyĆ«.
Der Freizeitpark befindet sich am nördlichen Fuße des Fuji. Er verfĂŒgt unter anderem ĂŒber mehrere weltweit bekannte Achterbahnen und das Thomas Land, ein KindervergnĂŒgungsgebiet mit einer Thomas & Friends-Thematisierung.

Erlebnisbericht

Mitten wĂ€hrend der Hochsaison haben wir Fuji-Q besucht. Dies hörte sich zwar nach einer dummen Idee an, aber was sollten wir schon machen. Ein paar Tage vorher haben wir dank Internet den perfekten Plan geschmiedet und wollten uns entsprechend sofort mit FastpĂ€sse ausrĂŒsten. Diese kriegt man im Park an einem bestimmten Schalter. FĂŒr 10$ die Attraktion kann man sich bis zu 18!! verschiedene FastpĂ€sse holen. Die FastpĂ€sse sind limitiert und entsprechend soll man dort auch schnell sein.

Zwei Stunden vor Parköffnung stehen wir also als aller erste vor dem Eingang. Unser Plan ist perfekt: Wir laufen so schnell wir können zu dem Fastpass schalter und besorgen uns einige Fastpasstickets. Tja wie die Idioten sind wir dann auch gelaufen, doch wie es scheint, sind schon ganz viele andere von dem Hintereingang aus losgelaufen und dort war man schneller... Tja... Doch trotzdem haben wir, nicht gelogen, die allerletzten FastpÀsse gekriegt. Zwar nicht zu perfekten Time-Slots, aber besser als nichts.

Mit den FastpĂ€ssen in der Tasche haben wir uns auf dem Weg zu Fujiyama gemacht FĂŒr diese hatten wir kein Fastpass.

Bild

Fujiyama
On-Ride Video
Hersteller: Togo
Typ: Stahlachterbahn
LĂ€nge: 2045 Meter
Höhe: 79 Meter
max. Geschwindigkeit: 130 km/h
Bewertung: 5/10

Die Warteschlange war eigentlich sehr schnell durch. Wie insgesamt im Park, existiert so gut wie kein Theming. Die Abfertigung ist aber zum heulen. Dazu kommt im End-Fazit noch etwas dazu, weil dies ĂŒberall im Park so ist. Zum Zeitpunkt der Eröffnung im Jahre 1996 war die Bahn die höchste Bahn der Welt. Mittlerweile nicht mehr aber trotzdem ist die Höhe auch weiterhin noch erstaunlich. Doch leider ist die Bahn ziemlich in die Jahre gekommen. Die Fahrt ist sehr ruckelig und entsprechend nicht ĂŒberragend angenehm zum fahren. Lustig ist aber, dass Japaner alle klatschen, sobald die Fahrt los geht und man bekommt vom Staff ein High 5 beim raus fahren aus dem Bahnhof. Sobald man zurĂŒck ist, wird wieder geklatscht weil man es ĂŒberstanden hat. Andere LĂ€nder, andere Sitten :)

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Nach der ruckeligen Bahn sind wir zu Neo Geo Evolution gegangen. Dies ist eigentlich nur eine Ausstellung zum gleichnamigen Anime. Deswegen werde ich dazu jetzt auch nichts spezielles schreiben. Wer den Anime mag, wird dort Freude haben. Alle anderen können dies getrost sein lassen.

Nun war es auch schon an der Zeit unser erster Fastpass zu nutzen.

Bild

Takabisha
On-Ride Video
Hersteller: Gerstlauer Amusement Rides
Typ: Stahl Launched Coaster
LĂ€nge: 1004m
Höhe: 43m
max. Geschwindigkeit: 100km/h
Bewertung: 6/10

Diese Bahn ist mit einem maximalen GefĂ€lle von 121°, die steilste Achterbahn der Welt. Auch hier war in der Warteschlange nicht wirklich Theming vorhanden. Durch den Fast Pass Eingang natĂŒrlich noch viel weniger. Die Fahrt selber war zwar ganz smooth, aber nichts besonderes. Eine ganz solide Bahn die zwar Spass macht, aber jetzt nicht zwingend ein muss ist. Die 121° sehen zwar ganz erschreckend aus, sind aber eigentlich nicht ĂŒberragend spĂŒrbar. Auch hier war die Abfertigung aus der Hölle aber dazu spĂ€ter mehr.

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Nach dieser Bahn waren wir nun auch schon etwas Hungrig und haben uns entsprechend etwas zu essen besorgt. Das Essen im Park schmeckt wie es schmecken soll, ist aber extrem Teuer. Ein Burger kostet 8€ und ein StĂŒck Pizza gibt es fĂŒr weitere 7.

Weil unsere FastpĂ€sse noch eine weile brauchten, haben wir uns mit kleinerem Zeugs im Park beschĂ€ftigt. Darunter die zwei Attraktionen "Tondemina" und den freien Fall. Tondemina ist im Grunde ein Pendel der sich aber auch dreht. Nicht ganz so cool fĂŒr den Magen :P

Sobald wir mit dem freien Fall durch waren, haben wir uns freudig auf den Weg zu Eejanaika gemacht. Zwar waren unsere FastpĂ€sse dafĂŒr noch nicht soweit, wir wollten aber durch normales anstehen schon mal damit fahren. Doch es sollte nicht so sein. Wir wurden mit dem wahrscheinlichst dĂ€mlichsten Moment unserer Freizeitparkkarriere konfrontiert. Es hat angefangen zu nieseln... Dies heisst fĂŒr den Fuji-q, dass alle Bahnen nicht mehr fahren!! Alle!! Es hat so wenig genieselt, dass nicht mal der Boden nass kam. Trotzdem ging fĂŒr eine halbe Stunde nichts mehr. Danach wurden die Wagen fĂŒr Testfahrten wieder losgesendet um nach der ersten Testfahrt wieder fĂŒr 1ne Minute von Nieselregen willkommen geheissen zu werden. Also wieder 15 Minuten warten. In der Zwischenzeit gab es irgendwelche Ansagen auf japanisch. Niemand in dem Park spricht wirklich Englisch. Zwei nette Besucher waren aber so nett uns immer zu ĂŒbersetzen.

Nach nun insgesamt 1ne Stunde Wartezeit, wurde die Menge durch den Bahnhof gesendet. Beim herausgehen bekam man dann ein Zettel mit einer Kategorie. Sobald die Bahn wieder laufen wird, werden die Kategorien einzeln aufgerufen. Sobald deine Kategorie also an der Reihe ist, kann man damit ohne anzustehen dann fahren.

Mittlerweile war es an der Zeit fĂŒr Dodonpa gemĂ€ss unseren FastpĂ€sse. Doch auch da stand natĂŒrlich alles Still. Wir warteten also erstmals ab und irgendwann kurz bevor unsere FastpĂ€sse fast abgelaufen waren, ging es plötzlich los. Wir wurden nach vorne gerufen und durften damit fahren. Es sei noch gesagt, dass wĂ€hrend unserer Fahrt wieder kurz Nieselregen kam und somit nach uns niemand mehr fĂŒr ne halbe Stunde gefahren ist. Aber trotzdem:

Bild

Dodonpa
On-Ride Video
Hersteller: S&S Worldwide
Typ: Stahl Thrust Air Coaster
LĂ€nge: 1189m
Höhe: 52m
max. Geschwindigkeit: 172 km/h
Bewertung: 7/10

Dodonpa galt zum Zeitpunkt der eröffnung als schnellste Achterbahn der Welt. Zurzeit ist sie die viertschnellste Achterbahn der Welt, trĂ€gt aber noch den Weltrekord als Achterbahn mit der stĂ€rksten Beschleunigung beim Abschuss der Welt. Die Bahn ist zwar eigentlich nicht so speziell aber die Geschwindigkeit haut dich weg. Egal wie sehr man sich darauf losbereitet, sobald es los geht und es dich in den Sitz drĂŒckt, setzt dein Hirn erstmals fĂŒr nen paar Sekunden aus. Deswegen ist die Bahn trotz der langweiligen StreckenfĂŒhrung irgendwie dann doch ganz cool :)

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Mittlerweile hat der Nieselregen auch komplett aufgehört und es schien wieder die Sonne. Wir haben uns entsprechend auf den Weg zu Tenteko Mai gemacht. Die Idee ist eigentlich ganz cool. Man sitzt sich in so Flieger und kann die FlĂŒgel hoch und runter bewegen. Die Flieger bewegen sich im Kreis und gehen nach oben und unten. Dadurch kann man sich ĂŒberschlagen wenn man es richtig macht. Doch leider war dies einfacher im Video als in der RealitĂ€t. Ich schaffte zwar kurz eine Umdrehung, aber die zweite bzw. weitere gingen irgendwie nicht mehr. Nachdem man dafĂŒr auch fast 2 Stunden angestanden ist, hatte ich darauf auch kein Bock mehr. War zwar ganz interessant aber definitiv nicht 2 Stunden Wartezeit wert.

Nun waren wir aber auch schon wieder auf dem Weg zu Eejanaika. Da die Sonne schon seit lÀngerem schien, haben wir uns mit unseren KategoriepÀsse in Richtung Ausgang bewegt und durften entsprechend auch direkt auf die Bahn. Unsere FastpÀsse waren auch schon an der Zeit. Deswegen haben wir die Bahn direkt zwei mal nacheinander gefahren.

Bild

Eejanaika
On-Ride Video
Hersteller: S&S Power
Typ: Stahl 4th Dimension
LĂ€nge: 1153 m
Höhe: 76 m
max. Geschwindigkeit: 126km/h
Bewertung: 10/10

Eejanaika ist die zweite 4th Dimension Achterbahn Weltweit neben der X2 in Six Flags Magic Mountain. Sie gilt als die schnellste, höchste und lĂ€ngste Achterbahn dieses Typs und ich muss euch sagen: WOW. Wir waren in der zwischenzeit auch auf der X2 aber im vergleich dazu, stinkt diese sehr ab. Eejanaika schafft es sehr spannend zu sein, an deinen Körper zu reissen aber trotzdem dies so angenehm zu machen, dass man diese fahrt extrem geniesst. FĂŒr mich ist es bis heute die beste Achterbahn die ich jemals gefahren bin. Ein muss fĂŒr jeden Achterbahnfan. Einziger Manko dieser Bahn: Die Abfertigung. Nicht nur, ist Fuji-Q in der Hinsicht miserabel, sondern hier noch viel mehr. Schade :(

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Vor der ersten Fahrt, wurde uns vergessen die KategoriepĂ€sse abzunehmen. Gut fĂŒr uns, denn somit durften wir spĂ€ter am Abend nochmals ohne anzustehen damit fahren. Aber bevor wir dies gemacht haben, sind wir mit unseren letzten Fastpass in Richtung Labyrinth of Fear.

Bild

Labyrinth of Fear[b]
[b]Bewertung:
9/10

Labyrinth of Fear ist ein Gesterhaus. Mit 900 Meter Route gehört es zu eins den lĂ€ngsten der Welt. Auch soll es 60 Minuten lang gehen. Auch wenn es fĂŒr uns eher 40 waren ;) Und was soll man dazu sagen. Sehr viele Darsteller, sehr gruselig und leider besser als die meisten Horror Nights Mazes. Leider, weil ich finde, dass Horror Nights eigentlich mehr bieten sollte zumindest in sachen Darsteller als ein Fuji-Q. Aber gut fĂŒr uns, denn wir haben uns gegruselt. Am Ende gab es einen gefĂŒhlt sehr langen Hotelgang, wo plötzlich aus allen TĂŒren hinter uns Monster kamen und uns hinterhergerannt sind. Adrenalin pur!!

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Nach dem Labyrinth of Fear war es eigentlich auch schon an der Zeit nach Hause zu gehen. Aber nicht bevor uns Fuji-Q mit einem 20 Minuten langem Feuerwerk noch verabschiedet hat :)


Schlussfazit

Essen

Das Essen im Park ist eigentlich einfach mit "typisch Freizeitpark" zu beschreiben. Burger, Pizza und alles was man normalerweise auch immer findet. Typisch japanisch gibt es dort erstaunlicherweise nicht sehr viel zu essen. Die GetrĂ€nke sind sehr teuer, man darf aber essen mit in den Park nehmen. Direkt am Ausgang des Parks befindet sich auch ein 7-Eleven wo man sich fĂŒr 1 Euro mit Sushi eindecken kann :P

Organisation

GrĂ€sslich? ErbĂ€rmlich? Definitiv schlecht. In japan sieht man oftmals perfektes Crowdmanagement. Wir waren in Tokyo an der Comiket mit 600''000 Besucher wĂ€hrend 3 Tagen und waren dort sehr erstaunt wie perfekt dies funktioniert hat. Doch so genial wie es an der Comiket war, so schlecht war es im Fuji-Q. Eigentlich entsteht dies durch eine typische japanische Eigenschaft: Den drang nach Sicherheit. Jede Bahn hat einen bis zwei Gurte und den BĂŒgel. Also werden erstmals die Gurte angeschnallt, die meisten machen dies nicht von selber, und danach kontrolliert Danach wird BĂŒgel von den Mitarbeitern runtergedrĂŒckt und auch nochmals kontrolliert. Dies alles in sehr langsamen Tempo. Der Park selber schien niemals wirklich voll zu sein und trotzdem hatte man 2-3 Stunden Wartezeiten.

Auch dieser Regenproblem ist dort sehr gut bekannt. Sobald auch nur ein tropfen vom Himmel fĂ€llt, wird die Bahn geschlossen. Danach wird sehr lange gewartet, sehr lange Testfahrten gemacht und erst dann wieder gefahren. Ich verstehe es, dass wenn es stark regnet dies halt sein muss. WĂ€hrend meines Besuches, hat es aber wirklich nur leicht genieselt fĂŒr wenige Minuten. Im Europa-Park wĂŒrde dabei nicht mal darĂŒber nachgedacht, ob man eine Bahn schliessen soll. Aber ja, Japans gute Seiten können halt auch zu so etwas fĂŒhren ;)

Attraktionen und Park

Der Park beteht grundsÀtzlich aus Achterbahnen und wegen denen geht man da auch hin. Diese sind auch wirklich ganz cool. Ohne Fastpass wird man aber nicht alle an einem Tag schaffen. Theming ist eigentlich nicht existent. Trotz allem hat man aber viel Spass im Park und gelohnt hat es sich trotzdem. Wenn es auch etwas teuer ist.

Schlussbewertung

Essen: 6/10
Attraktionen: 8/10
Organisation: 4/10

Gesamtbewertung: 7/10



Falls ihr euch weitere Erlebnisse wĂŒnscht, wĂŒrde ich irgendwann die Tage oder Wochen noch zu den Universal Studios Osaka, Horror Fright Nights in Playland Vancouver, Six Flags Magic Mountain, Universal Studios Orlando, Disney Magic Kingdom Orlando und Busch Gardens Tampa etwas schreiben. Sry falls es einige Rechtschreibfehler hat. Ich bin gerade etwas mĂŒde und entsprechend ist dies gut möglich.

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Spyder1983
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Re: Fuji-Q Highland, Japan August 2016

Beitragvon Spyder1983 » Fr 16. Dez 2016, 22:26

Dankeschön fĂŒr deienn Bericht.

Gerade von den Parks, die ja sehr weit weg sind, hört bzw. liest man ja selten.

Ich wĂŒnsche euch viel Spaß auf eurer Weltreise, habt ne gute Zeit und genießt das Unbekannt.

GrĂŒĂŸe, Steve
Wir sind jung, wir sind frei, das ist unsere Stadt. Wir haben nichts zu verliern.
Es ist soweit, ich bin dabei, denn das ist unsere Nacht. Lieber verbrennen als erfriern.
*Fettes Brot*


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